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PRA-News Aus gegebenem Anlass möchte ich den Brief, den ich von der Doktorandin erhalten habe, die an „unserem Airedale PRA Projekt“ arbeitet, veröffentlichen: Guten Morgen Frau Uhlemann, ein frohes neues Jahr wünsche ich Ihnen (wenn es auch schon etwas fortgeschritten ist…) Ich wollte mich wieder einmal melden und Ihnen einen kurzen Zwischenstand zum PRA-Projekt für Ihre Airedales geben. Und zwar konnten wir für die Airedales inzwischen einige Chips analysieren und haben dadurch Hinweise auf einige, mögliche interessante „Kandidatenregionen“ erhalten. Es gilt nun diese Kandidatenregionen mit Hilfe von Feinkartierungsmaßnahmen näher zu untersuchen. Deshalb haben wir zusätzliche Marker, insbesondere Mikrosatellitenmarker, innerhalb dieser Regionen ausgewählt, die wir anhand der Familienstammbäume auswerten. Diese Typisierungen sind entscheidend, um festzustellen, ob eine der identifizierten Kandidatenregionen mit der PRA seggregiert, die dann über eine weiterführende Mutationsanalyse (bis zur PRA-Mutation) weiter eingegrenzt werden kann. Da wir für diese weiterführenden Untersuchungen noch einige Zeit benötigen, lassen sich derzeit noch keine genauen Aussagen über mögliche Fortschritte in dem PRA-Projekt für Airedales machen. Um die Chance auf Erfolg dieser Untersuchungen zu erhöhen, haben wir hierfür noch zusätzliche Hunde einbezogen, die beim MSS Screening noch nicht enthalten waren. Beim Vorbereiten der DNA-Platten habe ich leider festgestellt, dass auch diese DNAs bald zur Neige gehen. (Die damals zugesandten Blutproben enthielten leider nur wenig Blut, weshalb nur eine kleine Menge mit einem geringen DNA-Gehalt isoliert werden konnte.) Ich weiß, dass es nicht einfach ist, aber ich wollte Sie dennoch fragen, ob Sie die Besitzer dieser Hunde doch noch einmal fragen könnten, ob sie bereit wären uns ein weiters Mal Blut zu schicken. Ich danke Ihnen in jedem Fall sehr herzlich für Ihre Bemühungen! ...wie man sieht sind wir nicht etwa in Vergessenheit geraten, wie vielleicht der eine oder andere Airedale Freund und - Besitzer vermutet. Nur dauert es in der Forschung leider oft länger, als es allen Beteiligten lieb ist! Wir sind dringend auf die Kooperationsbereitschaft der Besitzer von Airedale Terriern angewiesen, die für das Projekt wichtige und interessante Blutproben ihrer Hunde liefern könnten! Leider ist dies nicht immer der Fall! Aber wir bleiben am Ball und geben die Hoffnung nicht auf!! In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal auf den Artikel verweisen, der im Rassehund erschienen ist, und auf unserer HP veröffentlicht wurde (siehe unten) - außerdem auf die Veröffentlichung im Terrier 11/09 S. 24 Neues aus Forschung : Warum molekulargenetische Hund-Forschung teuer ist und so lange dauert Elke Uhlemann
Warum molekulargenetische Hunde-Forschung teuer ist und so lange dauert Erfolge der DNA-Forschung werden teilweise überschwänglich gefeiert, mitunter sogar auch in der Laienpresse. Schlagzeilen wie Hunde-Genom entschlüsselt, Gentherapie-Erfolge und genetische Peep-Show ins Hunde-ich
verleiten manchmal zu unrealistischen Hoffnungen und Erwartungen auf schnelle Erfolge im gesamten genetischen Forschungsspektrum. Andererseits müssen praktisch alle experimentellen Ergebnisse beinhart erarbeitet werden, und sie
erfordern neben guten Ideen, Einsatz und Hartnäckigkeit der Forscher auch teilweise umfangreiche finanzielle Mittel. Vorläufige Ergebnisse zur schnellen Information der interessierten Hundehalter können oft vorab mitgeteilt
werden (s.a. Streitberger et al. 2008), wenngleich die vollendete wissenschaftliche Veröffentlichung in einer international anerkannten Fachzeitschrift dann meist noch einige Zeit auf sich warten lässt. Mit freundlicher Genehmigung: Leif Kopernik, VDH-Geschäftsführer, Quelle: “Unser Rassehund” 05/2009
P R A Progressive Retina Atrophie Ich möchte einige Informationen zu dieser Krankheit weitergeben, wobei ich mich bemühe, die komplexen und eventuell manchmal schwer nachvollziehbaren Zusammenhänge einfach darzustellen. PRA übersetzt: Die Netzhaut ist der Teil im Auge, der das Bild von außen empfängt und an den Sehnerv weiterleitet, von wo aus es zum Gehirn geleitet wird, wo nun ein Abbild des Gesehenen entsteht und registriert wird. Kommt es zum Schwund der Netzhaut, erblindet der Hund. Hervorgerufen wird diese Erbkrankheit durch eine Veränderung des genetischen Materials (Mutation), wobei diese Mutationen bei verschiedenen Hunderassen ganz unterschiedlich sein können. Man unterscheidet die frühe Form der PRA, bei der die Welpen bereits im Alter von 12 Wochen erkranken, von der späten Form der PRA, bei der die Hunde erst im Alter von 3-6 Jahren an den degenerativen Veränderungen der Netzhaut erkranken und somit erblinden. Bei den uns bis jetzt bekannten Fällen der PRA beim Airedale Terrier scheint es sich um die späte Form zu handeln, was die züchterischen Maßnahmen nicht eben erleichtert. Können doch erkrankte Tiere bzw. unerkannte Trägertiere - vor der Erkrankung der Nachkommen - gehäuft in der Zucht eingesetzt worden sein, was leider praktisch auch so geschehen ist. Beim Airedale Terrier handelt es sich glücklicherweise – im Vergleich zu anderen Rassen – noch um Einzelfälle und es besteht kein Grund in Panik zu verfallen. Wir sollten jedoch alle ein waches Auge haben und vor allem Forschungsprojekte unterstützen, die der Aufklärung dienen! Mehr dazu später. Der Erbgang der PRA ist autosomal-rezessiv, d.h. es muss sowohl mütterlicher – als auch väterlicherseits (beide heterozygot , d.h. mischerbig) der Gendefekt vorliegen, damit die Erkrankung ausbricht (nun homozygot, d.h. reinerbig). Betroffene Tiere sind meist Geschwister und die Erkrankung kann Generationen überspringen. Rüde und Hündinnen erkranken zu gleichen Teilen. Die Eltern sind meist gesund und sind immer Träger der Erkrankung. Das Risiko, dass ein Welpe aus so einer Verpaarung erkrankt beträgt 25%.
Es sollte bei einem geplanten Wurf sorgfältig darauf geachtet werden, nachgewiesenermaßen kritische Trägertiere nicht mütterlicher- und väterlicherseits nahe beieinander zu verpaaren. Nicht mehr aber auch nicht weniger!!! Die Empfehlung des TG Verlages lautet das Risiko von 3% nicht zu überschreiten! Siehe Erklärung dogbase ! Z. Zt. werden an der Ruhr Universität in Bochum Blutproben von erkrankten Airedale Terriern, deren Elterntieren, soweit noch lebend, und deren Vollgeschwistern einer Mutationsanalyse unterzogen. Ziel dieser Untersuchungen ist es, den Genort heraus zu finden, wo diese Mutation stattgefunden hat. So könnte man anhand einer Blutprobe Trägertiere klar identifizieren und somit ganz gezielte Anpaarungen vermeiden (Zukunftsmusik - aber bei anderen Rassen schon geschehen!) Heute tappen wir noch etwas im Dunklen und müssen uns mit der Berechnung der Genotypwahrscheinlichkeit, die im dogbase ausgewiesen wird, begnügen! In diesem Zusammenhang abschließend der dringende Appell an alle Airedale Terrier Besitzer und Züchter uns bis jetzt nicht bekannte Krankheitsfälle mitzuteilen. Nur so können Mutationsanalysen durchgeführt werden, mit dem Ziel Trägertiere zu identifizieren. Offenheit muss hier groß geschrieben werden und ein Vertuschen dient unserer Rasse nicht. Zu nennen wären die Namen des oder der erkrankten Hunde mit Zuchtbuchnummer!! Auch möchten wir in diesem Zusammenhang noch einmal unsere Spendenaktion (siehe unten) ins Gedächtnis rufen. Leider konnte bis jetzt - obwohl das gesamte Genom des Airedale Terriers durchgescreent wurde , der Genort noch nicht gefunden werden, auf dem die Mutation lokalisiert ist. Es soll aber ein anderes Verfahren eingesetzt werden, welches engmaschiger analysiert und somit die Wahrscheinlichkeit größer ist doch noch fündig zu werden. Dafür werden natürlich wieder Forschungsgelder benötigt! Elke Uhlemann
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Augenuntersuchung beim Airedale Terrier Nachfolgend der Text der neuen Zuchtordnung: Ab dem 01. 07. 2007 dürfen Airedale Terrier und Irish Glen of Imaal Terrier erstmalig nur in der Zucht eingesetzt
werden, wenn zuvor durch eine Augenuntersuchung bei einem für solche Untersuchungen qualifizierten Tierarzt (Mitglied des Dortmunder Kreises DOK) nachgewiesen wurde, dass bei dem untersuchten Hund PRA nicht
feststellbar ist. Zur Absicherung der Diagnose sind jährlich bis zum Erreichen des 7. Lebensjahres Wiederholungsuntersuchungen durchzuführen. Alle bereits in der Zucht befindlichen Hunde müssen sich ebenfalls der o.a. Augenuntersuchung unterziehen. (Anm.: Unabhängig vom Alter! Findet die Erstuntersuchung im siebten Lebensjahr statt, ist eine jährliche Wiederholungsuntersuchung nicht nötig.). Es wird empfohlen, auch nicht mehr in der Zucht befindliche Hunde zu untersuchen, da Airedale Terrier häufig erst in fortgeschrittenem Alter an PRA erkranken. K. Bottenberg, Klubzuchtwartin Auszug aus der Satzung des KfT § 19 Zuchtausschuß 2. Der Zuchtausschuß hat die Aufgabe, das Zuchtgeschehen zu leiten und zu betreuen. Er hat das Recht, bei auftretenden Krankheiten und bei Zuchtvergehen im Einvernehmen mit dem Vorstand geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Beschlüsse über die Bekämpfung von Erbkrankheiten müssen in der nächstmöglichen Ausgabe des Vereinsfachblatts veröffentlicht werden. Mit dieser Veröffentlichung werden die vom Zuchtausschuß gefaßten Beschlüsse vorläufig für alle betroffenen Vereinsmitglieder verbindlich. Die nächstfolgende Mitgliederversammlung entscheidet alsdann mit einfacher Mehrheit über die Fortgeltung solcher vorläufigen Beschlüsse. Veröffentlicht in Der Terrier Mai 2007 Eine Liste der Mitglieder des DOK ist im Internet unter www.dok-vet.de oder international unter http://www.ecvo.org/public/index.htm zu finden. Mitglieder, die keinen Internet-Anschluss besitzen, können die Liste der in ihrem Postleitzahlenbezirk ansässigen DOK-Mitglieder von der Geschäftsstelle des KfT bekommen. Zur Untersuchung sei kurz erläutert, dass die Hunde nicht betäubt werden müssen, sondern lediglich zur Weitstellung der Pupillen Augentropfen bekommen. Ein Video einer Augenuntersuchung am Beispiel eines Tibet Terriers finden Sie unter: http://www.nyischang-la.de/ (Rubrik Hunde - genetische Krankheiten). Der DOK bietet Reihenuntersuchungen auf den Internationalen Schauen in Dortmund an. Auch der KfT bietet anläßlich der Klubsiegerausstellung eine PRA-Untersuchung an - Anmeldung wird erbeten.
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Liebe Airedale Freunde, dank unseres Spendenaufrufes und dank Ihrer bisherigen Spenden startet jetzt im Mai an der Ruhr-Uni Bochum die Suche nach dem PRA-Gen beim Airedale. Warum war dieser Spendenaufruf aktuell kurzfristig nötig und so wichtig? Es gibt in dieser Angelegenheit drei voneinander unabhängige Institutionen:
E-Mail vom 16.März 2007 „Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie uns in den nächsten Tagen mitteilen würden, dass Sie sich mittels entsprechender Spendenaufkommen an dem Projekt beteiligen wollen.“ Durch unseren, für viele überraschenden und nicht verständlichen Spendenaufruf, den ich an Frau Dr. Dekomien weitergeleitet habe, haben wir erreicht, dass das Genomscreening jetzt im Mai beginnt! Hätten wir auf die MV im Herbst 2008 gewartet, wäre das Projekt auf lange Zeit gestorben gewesen. Die GKF hätte mit Recht argumentiert, dass sie bei dem Desinteresse der Airedale Züchter und –Besitzer ihre Gelder lieber solchen Rassen zur Verfügung stellt, die sich an der Bekämpfung der PRA auch finanziell beteiligen!! Wenn wir Airedale Besitzer auch in Zukunft keine blinden Hunde haben wollen, müssen wir selber etwas dafür tun und können nicht nach dem KfT rufen! Warum ist das PRA-Projekt so wichtig? Die Zahl der bekannten Airedale mit PRA hat sich bis jetzt zwar nicht wesentlich erhöht, es wird jedoch vermutet, dass es eine nicht unerhebliche Anzahl von „Anlageträgern“ gibt. Ein weiteres Argument gegen eine Spende ist die erfreuliche Tatsache, dass viele noch keinen PRA-Fall hatten. Es ist eine tickende Zeitbombe! Etwaige Anlageträger gehen quer durch alle Linien! Von daher sollte es das oberste Ziel eines jeden sein, einen entsprechenden Gentest für den Airedale zu bekommen. Verantwortlich dafür sind in erster Linie wir selbst und nicht die anderen 28 Terrier Rassen. Wenn Sie an dieser Tatsache etwas ändern wollen, müssen Sie zuerst entsprechende Anträge an die Mitgliederversammlung in Kelsterbach stellen und für die notwendige Stimmenmehrheit sorgen. Der aktuelle Spendenstand beträgt 4.996 EUR (Stand 02.05.2007). Vorletztes Wochenende gab es ca. 1.200 Zugriffe auf die Airedale-Homepage. Hätte jeder der Besucher nur 12,50 EUR für diesen kostenlosen Service der aktuellen Informationen gespendet, hätten wir die benötigten 20.000 EUR zusammen gehabt. Es geht um unseren und Ihren Airedale. Mit Gentest wird es in Zukunft keine an PRA erkrankten Airedale mehr geben. Darum nochmals unsere Bitte, schieben Sie die Verantwortung nicht auf den Klub oder sonst jemanden, sondern unterstützen Sie diese Aktion höchstpersönlich! Mit freundlichen Grüßen
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Spendenaufruf “PRA” Liebe Airedale Freunde, wie Sie aus der nachfolgenden E-Mail entnehmen können, wird der Airedale Terrier in das PRA Projekt mit aufgenommen. Dieses Projekt dient dazu, das Gen zu finden, welches beim Airedale für die Erkrankung „PRA“ – progressive Retinaatrophie – zu deutsch: fortschreitender Netzhautschwund - verantwortlich ist, um in Zukunft durch einen Gentest eine PRA Erkrankung beim Airedale zu verhindern (siehe auch: http://www.ruhr-uni-bochum.de/mhg/humangenetik-bochum/leistungsspektrum/molgen/pra.htm ). Zur Deckung der Verbrauchsmittelkosten werden nach den zurzeit vorliegenden Informationen ca. 20.000 EUR benötigt, d.h. wenn 400 Airedalebesitzer jeweils 50 EUR spenden würden, hätten wir diese Summe zusammen - wir freuen uns natürlich auch über kleinere Beträge! Aus den oben genannten Gründen bitten wir Sie um eine großzügige Spende auf folgendes Konto. Airedale-KfT Petra Friedl Für Überweisungen aus dem Ausland: mit Angabe des Namens und der Anschrift zwecks Ausstellung einer Spendenbescheinigung. Dieses Geld wird dann an die entsprechende Stelle weitergeleitet. Hier finden Sie den Spendenaufruf als PDF-Datei zum Ausdrucken. Wir werden Sie über den Stand der Dinge aktuell informieren. Gespendet haben (Stand: 31.01.10), herzlichen Dank: Rainer Voigt und allen Spendern, die hier namentlich nicht genannt werden möchten! Des Weiteren möchten wir Sie bitten, Mitglied in der GKF – Gesellschaft für kynologische Forschung – zu werden, um langfristig die Finanzierung von Forschungsprojekten zum Wohle des Hundes zu unterstützen. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 30 EUR. Den Aufnahmeantrag finden Sie unter folgender Adresse: http://www.gkf-bonn.de/mitglieder_aufnahme.php Bitte beteiligen Sie sich zahlreich an dieser Spendenaktion. Im Voraus herzlichen Dank! Ihre Petra Friedl (Rassebeauftragte)
Zur Info ... Forschungsprojekt PRA Sehr geehrte Frau Friedl, Mit freundlichen Grüßen
----- Original Message ----- Liebe Rassehunde-Freunde, unser Antrag für das Genomscreening in PRA-betroffenen Hunderassen wurde nun von den GKF-Gutachtern bearbeitet und von der GKF genehmigt. Mit freundlichen Grüßen Dr. Gabriele Dekomien
Weitere Informationen zur PRA finden Sie auch im Protokoll der Züchterversammlung 2007!
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