Presse / Poesie

Hier haben wir für Sie aktuelle Zeitungsartikel und Berichte rund um den Airedale zusammengetragen.

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3. Airedaletreffen des Zwingers vom St. Laurentius

Am 10.09.11 war nun endlich das lang ersehnte Airedale-Treffen, was seit einem gefühlten 3/4 Jahr angekündigt war. Aus dem verregneten Vormittag wurde nachmittags ein sehr sonniger Samstag, sodass der Tag zum Genießen geradezu einlud.
Um 10 Uhr waren schon die ersten Gäste da, und haben fleißig mitgeholfen, sodass in der nächsten halben Stunde alles aufgebaut war.
Um 11 Uhr hat Frau Söhnholz eine kurze Begrüßungsrede gehalten. Die Airedales konnten es nicht abwarten und waren schon dabei sich auf dem großen Hundeplatz unermüdlich auszutoben.
Wie auch letztes Jahr hat Herr Erger Tipps und Tricks zur Hundefell-Pflege und zum Trimmen gezeigt.
Das erste Mal war dieses Jahr Frau Kratschmer von der Firma Reico zu Gast, die mit Ihrem Fachwissen viel zu Hunde-Ernährung und Gesundheit erzählen wusste.
Da nun ein Hundeführerschein in Niedersachsen für Hundehalter vorgeschrieben ist, gab es an dem Tag die Möglichkeit die Aufgaben aus der Theorie-Prüfung einmal durchzuarbeiten. Anschließend wurden die Aufgaben zusammen mit Herrn Alterkemper ausgewertet und man hat somit gleich seine Fehler aufgezeigt bekommen.
Dann gab es auch Leckeres vom Grill mit bestem selbstgemachten Salat.
Wer mochte konnte sich auch für sich und seinen Airedale ein Eis leisten. Es wurde also nicht zu knapp!
Auch dieses Jahr haben wir wieder eine Hunde-Spaß-Olympiade ausgerichtet. Die Aufgaben haben wieder für eine Menge Spaß untereinander geführt, Fotos dazu gibt es weiter unten.
Nach der Olympiade wurde noch zu Kaffee und Kuchen gerufen, wo es dann noch reichlich Möglichkeit gab sich untereinander auszutauschen, oder sich von Herrn Erger und Frau Kratschmer etwas zeigen zu lassen.
Anschließend hat jeder Teilnehmer bei der Siegerehrung eine Sieger-Urkunde bekommen (denn an dem Tag war jeder ein Sieger), und eine Tüte voller Kleinigkeiten.
Das Airedale-Treffen hat uns dieses Jahr wieder sehr viel Spaß bereitet, und wir hoffen euch auch! Es war schön, einen jeden von euch mal wiederzusehen, und zu sehen, dass die Airedales auch nach so viel Jahren immer noch Spaß bereiten.
Wir möchten auf diesem Weg nochmal allen Helfern danken, vor allem der Familie Alterkemper, die den Hundeführerschein-Test und die Hunde-Spaß-Olympiade möglicht gemacht haben, außerdem Herrn Erger und Frau Kratschmer, die Ihr Fachwissen auf das Treffen mitgebracht haben und allen Wissensdurst gestillt haben, und natürlich dem Dog-City-Team, das uns reichlich beköstigt hat!
Es wird auch 2012 wieder ein Airedaletreffen veranstaltet! Und wir hoffen, euch nächstes Jahr dann auch wieder begrüßen zu dürfen!
Aktuelle Informationen dazu gibt es im Internet auf unserer Webseite www.zwinger-laurentius.de .
Vielen Dank für den schönen Tag!

 

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Urlaub mit Hunden in Norwegen

Erstmalig schnupperten unsere Hunde dieses Jahr echte Nordluft, denn als Sommer-Reiseziel standen vier Wochen Norwegen auf dem Programm. Dieses Land ist vielen nur als weißer Traum im Winter bekannt. Aber auch ohne Schnee hat es unzählige Naturattraktionen zu bieten.

Hundehalter müssen sich rechtzeitig um die Einreisebestimmungen kümmern: Es dürfen ausschließlich Hunde mit bestätigtem Tollwut-Titer einreisen! Dieser Titer darf frühestens 120 Tage nach der letzten Impfung von einem zugelassenen Labor bestimmt werden und muss mindestens 0,5 IE/ml betragen. Achtung: Hunden ohne Nachweis droht die Einschläferung! Weiterhin müssen einreisende Hunde innerhalb der letzten zehn Tage tierärztlich bestätigt gegen Bandwürmer behandelt worden sein. Der Hundehalter hat die entsprechenden Nachweise bei der Einreise beim Zoll vorzulegen. Spätestens am 7. Tag nach der Einreise muss die Bandwurmbehandlung in Norwegen wiederholt werden.

Norwegen erreicht man am schnellsten mit der Fähre: Vom dänischen Hirtshals aus, dass ca. 500 km von Hamburg entfernt liegt, steuern zwei Fährlinien in 2, 5 h (Fjordline) bzw. 3,25 h (Colorline) das südnorwegische Kristiansand an. Da die Überfahrt mit dem schnellen Katamaran der Fjordline recht ruppig werden kann, entschieden wir uns für Colorline. Der Preis für eine einfache Fahrt variiert zwischen 49 Euro (Supersparpaket, rechtzeitig buchen!) bis hin zu 239 Euro. Hunde können während der Überfahrt im Auto bleiben, was wegen der Temperaturen im Sommer nicht unbedingt empfehlenswert ist. Wir buchten zusätzlich Hundeboxen dazu, die im kühlen „Kennel“ stehen. Nichtsdestotrotz ist und bleibt die Fährüberfahrt der Wermutstropfen für die Hunde – und Frauchen leidet mit.

Auch wenn Norwegen oft mit dem Wohnmobil bereist wird, entschieden wir uns für Hüttenurlaub. Als Hütte bezeichnet der Norweger sein Ferienhaus, das meist in attraktiver Umgebung auf einem sogenannten Hyttegrend oder Hyttefelt gelegen ist. Knapp 2 Autostunden von Kristiansand entfernt lag unsere Hütte lag im südlichen Teil der Provinz Telemark im Nissedal. Oslo ist von dort aus ca. 240 km in nordöstlicher Richtung und die bekannten Seebäder Risør und Kragerø ca. 60 km entfernt.

    Foto: See mit Boot vor der Haustür, im Hintergrund das bergige Fjell

Gelegen direkt am See und mit dem Fjell in Fußentfernung bot bereits die direkte Umgebung eine wunderschöne Landschaft zum Sehen, Wandern und Radfahren. Weite Teile des Landes werden von Fjells, den weitläufigen Hochebenen, bedeckt. Markierungen weisen den Weg (loype) durch eine atemberaubende, oft von Bachläufen durchsetzte Landschaft. Immer wieder stößt man auf kleine Rastplätze, die zum Verweilen einladen. In den Senken der Fjells liegen oft Seen, die im Sommer mit angenehmen Badetemperaturen überraschen. Da Norwegen dünn besiedelt ist, hat man solch Idyll oft für sich allein und kann ungestört die Schönheit der Natur genießen.

    Foto: Warme Steine als Rastplatz

Tierische Highlights bilden der Anblick eines Elches, die frühmorgens und abends gern auf hohen Wiesen stehen, sowie das Entdecken einer Biberburg und mit sehr viel Glück auch das eines Bibers. Ein wenig sollte man auf Schlangen achten, die sich am Wegesrand sonnen können und die unsere Hunde leider nicht als Gefahr wahrnehmen. Zwar unterscheiden Kreuzottern zwischen Beute- und Abwehrbiss und dosieren entsprechend weniger Gift, aber trotzdem sollte man dieses Risiko vermeiden.

Norwegen ist ein Reiseland für den ruhigen und bewegungsfreudigen Urlauber, der Natur aktiv erleben möchte. Da es im Sommer bereits deutlich länger hell als in Deutschland ist, hat man auch ausreichend Zeit für zahlreiche Outdoor-Aktivitäten. Und nach einer herrlichen Wanderung liest sich ein skandinavischer Krimi bei solchem Ausblick um Mitternacht gleich sehr viel unheimlicher als auf dem heimischen Sofa.

    Foto: Blick nach einem Regentag um Mitternacht aus dem Fenster

Wahre Kleinode für Wasserfreunde sind die eiszeitlichen Gletschertöpfe (Jettegrytene), die mit steinernen Naturrutschen und Wasserfällen zum Badespaß einladen.

    Foto: Wasser schuf ein einzigartiges Flussbett

Abwechslung bieten die Seebäder der Ostküste: Risør und Kragerø, das eine strahlend weiß, mondän und Urlaubsadresse der Königsfamilie , das andere verwinkelt mit ständig wechselnden Perspektiven und einem fast 500 Inseln umfassenden Schärengarten.
Kulturell Interessierte kommen nicht umhin, die 2,5 h Autofahrt nach Heddal zur größten Stabkirche Norwegens auf sich zu nehmen. In Schiffsbauweise errichtet ragt die Kirche seit über 750 Jahren 26 m in die Höhe.

    Foto: Wie gemalt: Stabkirche Heddal

Zwei leider nur ohne Hunde mögliche Aktivitäten sollen nicht unerwähnt bleiben: Wildwasser-Rafting auf der Otra und der Besuch eines Hochseilgarten mit vier spektakulären Drahtseilbahnen über den See im benachbarten Setesdal! Während sich der eine Teil unserer Gruppe einen Adrenalinkick verschaffte, blieben die Hunde bei den Fotografen, die hinterher mit spektakulären Bildern aufwarten konnten.

Die Schönheit und Unberührtheit der Natur sowie der vielseitige Mix aus Kultur und Abenteuer machen Norwegen zu einem höchst interessanten Reiseziel, das wir sicher nicht zum letzten Mal mit unseren Hunden besucht haben.

Anja Prehn mit Loulou, Popi & Ambar

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Zwei ganz besondere Hunde

Heute möchte ich unsere beiden AT Aki von der Höh Wurftag 10.03.1999 und Fischermann´s Bo Wurftag 06 .06.2004 vorstellen. Ich lebe mit kurzer Unterbrechung seit 34 Jahren mit Airedales und ehrlich gesagt, ich glaub ohne geht´s gar nicht mehr. Alle meine Hunde außer Aki (hat BH und Jagdbrauchbarkeit, FPr. 1,2 u. 3) habe ich in (damals noch) SchH I geführt, meine Zuchthündin Annika vom Steinbacher Berg auch in SchH II und auf 2 Pokalkämpfen.
Im Jahr 1999 kam dann unser erster und leider bisher einziger Wurf zur Welt, 10 kleine Negerlein und eine blieb bei uns. Die Kleinste (sie wog bei der Geburt nur 230 gr. war aber putzmunter) konnten wir einfach nicht weitergeben.
Aki wurde von mir einige Male erfolgreich ausgestellt. Wir haben eine sichere BH-Prüfung abgelegt, danach hat mein Mann sie jagdlich ausgebildet und mit Aki die Jagdbrauchbarkeitsprüfung am 25.10.2003 bei den Saarjägern bestanden. Ich habe mit Aki danach noch FPr. 1, 2 u. 3 erfolgreich abgelegt.
Leider ist unsere Annika dann erkrankt, Aki hat beim ersten Wurf alle Welpen verloren und musste noch nachts in einer Not-Op totaloperiert werden.
Wir wussten dass uns Annika nicht mehr lange bleibt und Aki sollte dann nicht alleine sein.
Eigentlich hatte mein Mann Interesse an einem Deutsch Drahthaar für die Jagd, hat sich dann aber doch für einen AT-Rüden entschlossen der dann jagdlich geführt werden sollte.
Meine Züchterkollegin Tanja Fischer erwartete gerade einen Wurf Welpen die wir im Alter von 4 Wochen zum ersten Mal sahen. Mein Mann hat sich gleich in einen kleinen Rüden verguckt wollte aber noch ein paar Tage Bedenkzeit. Wir waren noch nicht ganz zu Hause verlangte er schon die Tel .-Nr. von Tanja und orderte den zutraulichen kleinen Rüden, er sollte auf den Namen „Bo“ eingetragen werden. Wir konnten es kaum abwarten bis Bo alt genug war bei uns einzuziehen. Aber dann war es endlich soweit. Der kleine Wicht war sofort hier zu Hause und hat sich gleich mit Annika, die schon sehr krank war, angefreundet. Aki mochte den kleinen nicht und war beleidigt. Bo war das Gezicke von Aki egal, er hatte ja noch „Tante Annika“. Sie hat Bo bis zu ihrem Tod bemuttert und als sie nicht mehr war hat Aki dann langsam mit Bo Freundschaft geschlossen. Heute sind die zwei ein tolles Team.
Als Bo alt genug war habe ich ihn vorbereitet für die BH-Prüfung. Diese hat er am 02.04.2006 mit mir bestanden. Natürlich hatten wir auf dem Hundeplatz noch probiert ob er Interesse am Schutzdienst hat. Und wie !!! Er sollte aber doch Jagdhund werden, also was tun? Ganz einfach: ich habe ihn im Schutzdienst gearbeitet und mein Mann hat in auf die Jagdbrauchbarkeitsprüfung vorbereitet.
Am 22.10.2006 war es soweit, Bo hat seine Jagdprüfung mit Bravour bestanden, allerdings war er manchem Jäger als angehender Schutzhund nicht geheuer.
So ging es dann wieder mit mir zum Hundeplatz.
Natürlich mit voller Begeisterung. Bo macht alle Arbeiten mit vollem Einsatz, was sich allerdings für den Führer manchmal etwas schwierig gestaltet. Trotzdem haben Bo und ich inzwischen außer VPG I, II u. III noch die FH I u. II mit gutem Erfolg abgelegt. Zwischendurch begleiten die Beiden meinen Mann mit Begeisterung zur Jagd, das Highlight für Bo ist und bleibt aber der Schutzdienst. Ich glaube nicht viele Airedales haben all diese Prüfungen nachzuweisen und denke deshalb haben wir wirklich 2 ganz besondere Hunde.

 

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    Die Zeichnungen wurden entnommen aus dem Buch "Grundels Hundekunde" von Heinz Grundel (erschienen 2010), mit freundlicher Genehmigung des KYNOS VERLAG Dr. Dieter Fleig GmbH, Konrad-Zuse-Straße 3, D-54552 Nerdlen/Daun, Telefon: 49 (0) 6592 957389-0, Internet: www.kynos-verlag.de

     

     

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    Mit freundlicher Genehmigung von Annette Gonserowski

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Eine wahre Begebenheit.
Diese Geschichte erzählt von "Bimbo", einem großen Terrier Rüden.

    Liebe Freunde des Airedale Terrier,

    Als Kind im Alter von etwa 8 Jahren habe ich meine Großeltern fast täglich besucht. Meine Großeltern wohnten zu dieser Zeit in einer großen Gartenanlage in Bochum. Bei jedem Besuch, musste ich an einem Nachbarn vorbei. Dieser hatte einen Airedale mit Namen Bimbo, er frei im Garten um herlief. Ich freundete mich mit Bimbo an und durfte mit ihm spielen. Dies wiederholte sich über einen längeren Zeitraum. Ich konnte es kaum erwarten bei Bimbo zu sein.
    Eines Tages sagte der Nachbar, ich könnte Bimbo jedesmal mit zu meinen Großeltern nehmen und ihn später zurückbringen. Also nahm ich Bimbo mit zu meinen Großeltern. Hier wurde er herzlich empfangen. Er bekam sogar eine eigene Decke und einen eigenen Ruheplatz. Ich war sehr glücklich. Bimbo war somit häufiger bei meinen Großeltern als bei seinem Besitzer.
    Das ging wohl über mehrere Monate so. Irgendwann ging Bimbos Herrchen mit zu meinen Großeltern und bot ihnen an, Bimbo doch zu behalten. Diese willigten nach einigen Abwägungen ein. Mein Glück war perfekt.
    Wir hatten eine tolle Zeit. Bimbo fühlte sich sehr wohl. Er war ein toller Wachhund und Spielgefährte. Immer wenn mein Großvater von der Arbeit kam, lief Bimbo ihm schon einige Kilometer entgegen.

    Einige Jahre später.
    In der Gartenanlage wurde eine Frau von einem Schäferhund angefallen. Der Besitzer des Hundes musste für den Schaden aufkommen . Meine Großeltern fassten den Entschluss, Bimbo abzugeben um nicht auch in eine ähnliche Situation zu kommen. Ich war absolut dagegen, da Bimbo ein friedfertiger Hund war.
    Es half alles nichts. Bimbo sollte verkauft werden. Eine Anzeige wurde geschaltet: "Airedale Terrier"..... abzugeben.
    Daraufhin meldete sich ein Zollinspektor aus Hagen. Dieser kam nach einigen Tagen und kaufte Bimbo. Er nahm Bimbo in sein Auto und fuhr los, nach Hagen. Eine Entfernung von etwa 50 Kilometer. 
    Für mich brach eine Welt zusammen und weinte bitterlich. Ich habe gebetet, der liebe Gott soll Bimbo zurückbringen. Ich habe meine Großeltern weiterhin besucht. Immer mußte ich schweigend auf den freien Platz von Bimbo sehen.
    Inzwischen waren 5 bis 6 Wochen vergangen und ich besuchte meine Großeltern. Zu meinem großen Erstaunen lag Bimbo auf seiner Decke und schlief. Er war sehr abgemagert und das Fell zerzaust, es waren auch Bisswunden zu sehen. Bimbo bemerkte meine Anwesenheit und hob kurz den Kopf. Er schlief 3 Tage und Nächte. Meine Großeltern pflegten ihn und Bimbo erholte sich schnell.
    Nach einiger Zeit rief der Zollinspektor aus Hagen an und erkundigte sich, ob der Hund bei uns ist. Er kam sofort und fuhr mit Bimbo zurück nach Hagen. Doch nach vier Wochen war Bimbo wieder bei meinen Großeltern.
    Wieder kam der Zollinspektor aus Hagen und nahm Bimbo mit. "Beim dritten Mal bleibt Bimbo hier," sagte mein Großvater.

    Bimbo kam nie wieder!

    Dieses Erlebnis habe ich, inzwischen Rentner bis heute nicht vergessen und kann es auch nicht.
    Ein Hund ist der beste Freund des Menschen!
    Seit 5 Jahren haben wir wieder einen Hund. Einen Rhodesian Ridgeback, sehr lieb und anhänglich. (Sie wird in diesem Jahr schon 12 Jahre alt. Sie war ein "Scheidungshund" und sollte ins Tierheim). Gern dürfen Sie diese Geschichte veröffentlichen.

    Günther Apfelhöfer, Gelsenkirchen

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Airedaletreffen 2010 “St. Laurentius”

Hallo liebe Airedaledale Freunde,
ich heiße Raya und bin ein St. Laurentius Mädchen und wohne mit  Zwantje vom St. Laurentius und meinen Menschen 20 km westlich von Berlin.

Am 18.09.2010 hat unsere Züchterin Frau Söhnholz in Dog City bei Bremen in Stuhr ihr 2. Airedale treffen stattfinden lassen. Und nicht nur das, es gab in diesem Jahr auch die 1. Airedale Spiel und Spaß Olympiade. Das große Spektakel begann um 13:30 Uhr, es folgten 39 Verwandte der Einladung und Frau Söhnholz  begrüßte uns mit einer kleinen Rede. Danach folgte ein angekündigtes Foto-Shooting mit dem Motto“ Meine Geschwister und ich“, man war das spannend. Ich habe einige meiner Geschwister wiedergesehen sowie Onkel, Tanten, Neffen und Nichten. In der Zeit von 15.00 bis 15.45 Uhr hatten wir dann Zeit zum spielen, toben, beschnuppern und Spaß haben. Unsere Herrchen und Frauchen konnten in dieser Zeit in der Wuff-Kantine von Dog-City etwas Essen und Trinken. Zwischendurch gab es auch noch Trimm-Tipps vom Profi, denn Herr Erger vom Hundesalon in Celle war auch wieder dabei. Und dann wurde es ernst. Um 15:45 Uhr begann dann endlich unsere 1. Spiel- und Spaß-Olympiade in nur vier Disziplinen (aus Zeitgründen), wo unser Grundgehorsam auf die Probe gestellt wurde. Wir hatten viel Spaß und konnten zeigen wie wir mit unseren Menschen als Team zusammen arbeiten. Unsere Menschen haben in dieser Zeit viel gelacht, und am Ende gab es für jeden Teilnehmer ein Spiel und Spaß Diplom für Schönheit, Eleganz, Harmonie, Spieleinsatz und Haltung. Außerdem gab es für jeden Olympioniken zur Belohnung Dank der freundlichen Unterstützung der Firmen Belcando, Hills, hundemineral.de, Vitakraft und Schecker einem tollen Preis. Es war ein rundum gelungener Samstag Nachmittag und ich freue mich auf´s nächste Treffen.
Seit bis dahin herzlichst gegrüßt von der Airedale-Dame Raya vom St. Laurentius und meiner Zwantje, sowie meinen Menschen Marlies und Andreas Alterkemper 

     Mama Pearl Neele und Tocher Hanna

     Royal Tiger u Raya

    Yucca_Yette_York_Yves

    Zwantje_Zeno_Zora

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Reiseziel Cotentin oder:
Unterwegs im Hunde-Schlaraffenland

Dieses Jahr hatten wir wieder das hundefreundliche Frankreich als Urlaubsziel ausgewählt. Da unser Urlaub in die Hauptreisezeit der Franzosen (Mitte Juli bis August) fiel, wählten wir  die normannische Halbinsel Cotentin als Reiseziel. Diese ist touristisch bis auf einige „Hot spots“ wenig frequentiert.

Als Unterkunft sollte ein Ferienhaus gemietet werden. Ob man uns mit vier Hunden nehmen würde? Das Angebot an Ferienhäusern ist relativ groß und reicht von einfachen Unterkünften bis zu großen Anwesen. Unsere Wahl fiel auf einen 300 Jahre alten Bauernhof, der zu einer aus vier Ferienhäusern bestehenden Anlage umgebaut wurde und einen nachhaltig hundefreundlichen Eindruck hinterließ. Es sei hier schon verraten: Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht!

Die Reisevorbereitungen fielen kurz und knapp aus. Die Hunde mussten lediglich eine gültige Tollwutimpfung aufweisen. Weitere Maßnahmen hielt der Tierarzt nicht für erforderlich, was sich auch mit unseren früheren Erfahrungen deckte.

Die Halbinsel Cotentin zeigt eine urwüchsige Landschaft, die mehr der Bretagne ähnelt als der sonst von sanften Hügeln geprägten Normandie. Besonders im Nordwesten ist die Küste schroff und zerrissen. In den übrigen Teilen überwiegen weite Sandstrände und Dünen. Stark ausgeprägte Gezeitenunterschiede führen zu einem Tidenhub von bis zu 14 m. Im Süden des Cotentin liegt ein als Naturpark ausgewiesenes Gebiet, das mit Flusstälern, Heiden, Marschen, Mooren und Wallheckenlandschaften einen vielfältigen Lebensraum bietet.

Da unser Ferienhaus 11 km von der Küste in einem kleinen Ort lag, war das Auto unverzichtbar. Die herrlichen und vor allem leeren Sandstrände waren 15-20 Autominuten entfernt.

Die Strände sind ein Schlaraffenland für jeden bewegungs-und wasserfreudigen Hund. Hier dürfen und können sie nach Herzenslust toben! Die feinsandige Fläche mit dem im Wasser nur sanft abfallenden Boden ermöglicht ein ausgelassenes Spiel der Hunde am Küstensaum. Aber nicht nur Lindbergh Plage, auch die anderen Strände der Westküste bieten viel Freiraum für Zwei- und Vierbeiner.

Anders sah es an der Nordostküste des Cotentin aus: Dort wechseln sich eine bei Flut an Schweden erinnernde sanfte Felsküste mit steil abfallenden Sandstränden ab. Baden ist bei solch steilen Abschnitten wegen der Strömungen verboten und die Hunde müssen an der Leine geführt werden. Trotzdem lohnt der Weg dorthin zu einer kleinen Küstenwanderung, in die ein Besuch des „Phare de Gatteville“ eingeplant werden sollte. Dieser mit 74 m Höhe zweithöchste Leuchtturm Frankreichs wurde von 1828 bis 1835 aus Granit errichtet. Zu bestimmten Zeiten kann man ihn besteigen und seinen Blick weit über Land und Meer schweifen lassen. Unsere Küstenwanderung beenden wir in Barfleur . Dieser Ort gilt als schönster Hafen der Region und trägt den Beinamen „Perle des Val de Saire“. Beeindruckend ist  hier der Tidenhub, der den Hafen bei Ebbe vollständig trocken fallen lässt.

Im Nordwesten der Halbinsel liegt das Kap de la Hague, dessen Namen durch die in der Nähe liegenden Wiederaufbereitungsanlage bekannt ist. Südlich davon liegt auch das Atomkraftwerk Flamanville, dessen zwei Druckwasserreaktoren gerade mit einem „Europäischen Druckwasserreaktor“ (EPR) ergänzt werden. Hier im Nordwesten des Cotentin wird deutlich, dass Frankreich mit 59 Atomkraftwerken und einem Anteil der Kernenergie von 75 % an der Gesamtstromerzeugung weltweit führend bei dieser Art der Energieerzeugung ist.

Hauptanziehungspunkte des Cotentin sind die im Osten liegenden Strände (mit dem durch die Landung der Alliierten bekannten Utah Beach), die im Südwesten liegende Klosterinsel Mont Saint Michel und die Häfen der Westküste, von denen Touren zu den nahe gelegenen Kanalinseln (Alderney ist nur 15 km entfernt) möglich sind. Kleine Städtchen an der Westküste mit einer bescheidenen touristischen Infrastruktur sind Portbail und Barneville-Carteret.

Kulinarische Ansprüche werden mit einer großen Auswahl an Käsesorten, fangfrischen Meeresprodukten, schmackhaftem Gemüse und ausgezeichneten Rotweinen mehr als befriedigt. Nicht umsonst werden mit der Normandie auch die Kalorienfalle der drei C´s verbunden: Camembert, Cidre und Calvados.

Insgesamt ist der Cotentin eine noch wenig entdeckte Ferienlandschaft, die auch in der Hauptsaison einen Urlaub abseits der Touristenströme ermöglicht. Die Hundefreundlichkeit dieses Landes ist und bleibt überwältigend; dieses Jahr konnten wir ein wenig differenzieren, dass insbesondere Airedale Terrier eine große Faszination ausüben: Mehrfach wurden wir von begeisterten Franzosen angesichts unserer Loulou („Ühn erdall terrijeh!“) angesprochen, die deutlich mehr Aufmerksamkeit als die anderen Hunde genoss. Schön, dass es solche wundervollen Reiseziele für Rudelreisende gibt!

Anja Prehn

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Quelle: General Anzeiger, Montag 31. Mai 2010, Lokales

Quelle: Reutlinger Generalanzeiger, Datum 06. Februar 2010

Quelle: Mitteldeutschen Zeitung vom 30.01.10

Quelle: SindelfingerZeitung BöblingerZeitung – Erscheinungsdatum 27.11.2009

Quelle: Westfalenpost, Bericht über Flash von der Staubkequelle

 

 

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Pfingsttreffen der „Airedale-Terrier“ in Ilmenau/Thür.

Bereits zum 4. Mal trafen sich vom Airedale begeisterte Hundesportler am Pfingstwochenende im thüringischen Ilmenau.
Nicht nur Thüringer  sondern auch Sportler aus Bayern, Sachsen und NRW fanden sich auf dem Gelände des HSV Ilmenau Schortetal e.V. zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch ein.
22 AT`s aus 12 Zwingern waren zu bestaunen. 
Bei überwiegend sonnigem Wetter wurde bis in die Abendstunden gefachsimpelt und fleißig trainiert.   Besonders intensiv wurde in der Abteilung C geübt. Ihren Abschluss fand diese Abteilung bei einem wettkampfnahen Training auf dem Sportplatz in der Nähe des Vereinsgeländes. Für diese schweißtreibende Arbeit standen uns mit Oliver Schilling und Renè Müller 2 ausgezeichnete Figuranten zur Verfügung. Ihnen gilt unser ganz besonderer Dank, insbesondere Renè, der eigentlich als Gast zu uns kam und sich sofort selbstlos in die Helfermontur stürzte.
Erfreulicherweise zeigte auch Timo Witters, ein 11-jähriger Nachwuchssportler sein Können und sammelte wertvolle Tipps für die weitere Arbeit mit seinem AT.
Mit Manfred Albertz und Mary Buschbaum hatten zwei erfahrene Hundesportler ein wachsames Auge auf die Ausbildung und wenn nötig immer einen Tipp für eine Verbesserung parat.
Natürlich kamen auch das gemütliche Zusammensein und Feiern nicht zu kurz.
Die kulinarischen Höhepunkte wurden mit einer am Spieß gebratenen Pute und einem 5-Gänge-Sonntags-Mittags-Menü gesetzt.
Herzlichen Dank allen Organisatoren und Köchen für das unvergessliche Wochenende.

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ZZP Daniel’s Quatermain in Österreich

Die Zucht- und Eintragungsbestimmungen des Airedale Terrier Spezialklubs Österreich wurden im Herbst 2008 gründlich überarbeitet. So auch die Anforderungen der Zuchtzulassungsprüfung. Am 3. Mai 2009 wurde im Rahmen der diesjährigen Klubveranstaltung des ATS die ZZP erstmalig nach den neuen Bestimmungen durchgeführt.

Nachdem unser in Deutschland gezogener Rüde Daniels’ Quatermain, genannt TomTom, während der letzten 12 Monate auf Ausstellungen sehr erfolgreich war und auch alle anderen Voraussetzungen für die Teilnahme an der ZZP bestens erfüllte (HD-Befund), meldeten wir uns zu diesem Prüfungstermin an.

Die ZZP wird im Beisein eines Leistungsrichters sowie eines Prüfungsleiters abgenommen und besteht aus mehreren Aufgabenbereichen, in denen das Wesen und der Gehorsam des Hundes überprüft werden. Vor Beginn der Prüfung wurde TomToms Identität durch Kontrolle der Chip-Nummer festgestellt und es erfolgte die Begrüßung durch den Leistungsrichter, hier wurde bereits die Unbefangenheit des Hundes getestet. Hunde, die die Unbefangenheitsprobe nicht bestehen, werden vom weiteren Prüfungsverlauf ausgeschlossen.

(C) Franz Kainrath

Nun startete die ZZP mit der Überprüfung des Gehorsams und der Führigkeit, hier mussten wir Teile einer BGH 1 (österreichische Begleithundeprüfung 1) absolvieren. Überprüft wurden Leinenführigkeit, Verhalten in einer Menschengruppe, Freifolge, Sitz aus der Bewegung sowie Ablegen aus der Bewegung in Verbindung mit Herankommen. Nach Beendigung dieses Prüfungsteils verlas der Leistungsrichter die Belehrung, wir brachten es hier auf stolze 46 von 50 erreichbaren Punkten. Abzüge gab es u. a. für die leichten Hilfen beim Sitz und Platz aus der Bewegung, auch sollte der HF in der Freifolge etwas weniger mit dem Hund reden ;-)

(C) Franz Kainrath (C) Franz Kainrath

Anschließend wurde TomTom einem umfassenden Wesenstest unterzogen. Zuerst wurde die Begegnung mit einer Personengruppe überprüft . Während wir in die Gruppe hineingingen, wurden wir von einem vorbeigehenden Passanten geschnitten, dann wurde ich von einer anderen Person mit Handschlag begrüßt und unterhielt mich kurz mit ihr. Währenddessen saß TomTom auf Anweisung ruhig neben mir.

Weiter ging es mit den optischen und akustischen Reizen. Wir begegneten einer Person, die einen großen schwarzen Regenschirm aufspannte. Die nächste Person, an der wir vorbei kamen schüttelte neben uns eine mit Steinen befüllte Metalldose.

Nun wurde beim Spielen mit einem selbst gewählten Spielzeug, einem Ball, zuerst mit mir und dann mit einer Fremdperson, TomToms Temperament überprüft.

Nach dem Spielen gingen wir weiter des Weges und wurden von hinten von einem Radfahrer, der Klingelzeichen gab, überholt, er fuhr weiter, drehte um, fuhr nochmals an uns vorbei und gab wieder Klingelzeichen. Als der Radfahrer vorbei gefahren war, wurden wir von zwei Joggern überholt, auch sie wendeten weiter vorne um uns wieder laufend entgegen zu kommen.

Nun kamen wir zu einem Parkplatz, neben uns startete ein Auto, beim nächsten Auto, an dem wir vorbei kamen, wurde zuerst die Tür zugeschlagen und dann bat der Fahrer noch um Auskunft, dabei saß TomTom wieder ruhig und folgsam neben mir.

Wieder beim Hundeplatz angekommen musste ich TomTom anbinden und außer Sicht gehen. Nun fuhr ein Rasenmähertraktor an ihm vorbei, hin und zurück, dann ging ein Passant mit einem angeleinten Hund in einer Entfernung von 5 Schritten an ihm vorbei, ebenfalls hin und wieder zurück. Es folgten noch 2 Schüsse in einem Zeitabstand von 5 sec. aus Kaliber 6 mm und einer Entfernung von ca. 30 Schritten. Nun durfte ich TomTom wieder abholen.

Abschließend wurde der Schutztrieb überprüft. Wir gingen auf das Versteck zu, in dem sich der Schutzhelfer befand. Auf Anweisung des Leistungsrichters lief der Helfer in normalem Laufschritt, mit erhobenem Softstock und ohne Vertreibungslaute aus dem Versteck und in einem Abstand von ca. 1 m einmal an unserer linken Seite vorbei. Um die Prüfung zu bestehen muss der Hund den Angriff entschlossen abwehren, dem Helfer entgegen gehen, bellen oder sich neutral und neugierig verhalten. Er darf sich allerdings nicht ängstlich zeigen, zurückweichen oder davonlaufen.

Bei allen Teilen dieses Wesenstests hat sich TomTom stets sicher, neutral bzw. interessiert und freundlich gezeigt.

Nach einer Pause wurde TomTom vom Formwertrichter begutachtet. Zuerst wurde er mit dem Körmaß und einem Maßband genauestens vermessen, Widerristhöhe und Länge des Hundes sowie Länge und Breite des Kopfes. Danach beschrieb der Richter TomToms Erscheinungsbild im Stand und in der Bewegung. Auch in diesem Protokoll bescheinigte er dem Hund ein sicheres Wesen. Das Vermessen war ja auch wiederum Teil der Unbefangenheitsprobe.

(C) Franz Kainrath (C) Franz Kainrath

Zum Abschluss möchte ich nur sagen, dass mich Daniel’s Quatermain während der gesamten Prüfung einmal mehr mit seinem absolut gelassenen und sicheren Wesen beeindruckte. Dies macht ihn für mich auch in der Therapiehundeausbildung und -arbeit zum coolen Partner und natürlich auch zum wunderbaren Familienhund, danke Tomy!

Doris Sonntagbauer

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      Mit freundlicher Genehmigung von Ottmar Goldstein

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Reisebericht Vorarlberg

Unser diesjähriger Urlaub führte uns für zwei Wochen bis Ende Mai in das westlichste Bundesland Österreichs, nach Vorarlberg.
Dieses grenzt an den südöstlichen Bodensee und erstreckt sich über den Bregenzer Wald bis hin auf den Arlberg. Durch diesen vom übrigen Österreich quasi „abgetrennt“  ist es das einzige österreichische Bundesland alemannischer Abstammung.
Die Landesfläche von 2.600 qm besteht zum großen Teil aus Wald (34 %) und Alpen (27 %), weist aber darüber hinaus weitere vielfältige Landschaftsformen auf, die von der Bodensee-Region (knapp 400 m Höhe) über das Rheintal, den Walgau, Montafon, Bregenzerwald und Walsertal auf Höhen bis über 3300 m (Piz Buin in der Silvretta) ansteigen. Das sehenswerte Große Walsertal wurde 2000 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt und bereits mehrfach ausgezeichnet.

Eingestimmt mit diesen wunderschönen Bildern aus dem Internet spannten wir unseren Wohnwagen ans Auto und fuhren die A7 vom nördlichen Ende bis tief runter in den Süden, wo wir auf die A96 wechselten. Für die Autobahn in Österreich, die mautpflichtig ist, haben wir uns bereits im Vorfeld zwei Zehntagesvignetten besorgt, deren Preis für Autos bis 3,5 t bei 7,60 € für zehn Tage liegt.
Bei der Einreise mit Hunden gelten die Bestimmungen der EU - ergänzt um die Vorgabe, dass ein Maulkorb mitgeführt werden muss. Dieses sowie unsere Papiere wurden allerdings nicht kontrolliert.

Ausgangspunkt für unsere Touren innerhalb der nächsten zwei Wochen war ein Campingplatz in Nenzing im langgezogenen Walgau-Tal, der uns wegen der speziellen „Hundeinfrastruktur“ im Campingführer aufgefallen war: Neben einer Hundedusche gefiel uns als besondere Attraktivität der Hundewanderpass „Held der Berge“. Dabei handelt es sich um einen Wanderpass mit 10 vorgeschlagenen Wanderungen, die sehr gut mit Hunden bewältigt werden können und deren Dauer zwischen 2,5 bis 6 Stunden liegt. Ab vollen zwei Stunden Wanderzeit gibt es einen Knochenstempel in diesen Pass. Bei 24 Knochen erhält der Hund die Medaille „Held der Berge“. Auch wenn wir dieses tolle Angebot gar nicht nutzten, deutet es auf die besondere Hundefreundlichkeit dieses Platzes hin (einziger Widerspruch dazu: Die campingplatzeigene Rezeptionskatze). Und in der Tat waren Hunde gern gesehene Gäste; und Ausführgelegenheiten waren sofort außerhalb des Platzes vorhanden.

Eine Zeckenprophylaxe hatten wir vor der Reise nicht durchgeführt, da das westliche Österreich nicht zu den Risikogebieten gehört.
Wir hatten eine Sprühflasche Zeckenspray mit, die wir bei Bedarf einsetzen wollten. Die Hunde wurden nach jedem Spaziergang gründlich abgesucht und -gebürstet. Auch wenn die Zecken nicht allzu geballt auftraten (wir haben an einem Tag zusammen auf beiden Hunden 7 oder 8 Zecken gefunden), entschieden wir uns aufgrund des regelmäßigen Befalls doch für eine Prophylaxe am fünften Tag.

Vorarlberg ist für Leute mit Trekking- oder Mountainbike-Ambitionen optimal. Auf unserem Campingplatz erhielten wir umfangreiches Informationsmaterial, das ansprechend gestaltetet und mit fantastischen Bildern versehen die unterschiedlichsten Zielgruppen angesprochen hat. Im Mai 2006 widmete die Zeitschrift „Alpin“ der Vorarlberger Region um Bludenz sogar einen Extrateil. Beschrieben wurden die schönsten Touren für Familien mit Kindern ab 2 Stunden Dauer, ansprechende ganztägige Wanderungen bis hin zu Zweitagestouren Bergsteigen, Klettertouren oder vier- bis zehnstündige Mountainbike-Runden. Lohn der Anstrengungen waren immer wieder neue atemberaubende Blicke, die einen immer wieder inne halten ließen. Unmöglich, bei dieser Auswahl die Wanderschuhe links liegen zu lassen!

Bei den Planungen sollte berücksichtigt werden, dass die Bergbahnen zu dieser Zeit noch nicht alle geöffnet haben, da manche ihren Betrieb erst ab Anfang Juni aufnehmen. In einigen Bahnen besteht Maulkorbpflicht; Maulkörbe hätte bei unserer Bergbahn geliehen werden können. Bei der zweiten Bahn durften die Hunde unmaskiert mitfahren (sahen aber trotzdem nicht wirklich glücklich aus, wie das Foto zeigt).

Neben den umfangreichen Outdoor-Tätigkeiten bietet die Vorarlberger Region natürlich weitere Sehenswürdigkeiten: Kunst und Kultur sowie umfangreiches Shopping sind in Bregenz am Bodensee, Bludenz und dem dicht gelegenen Vaduz (Liechtenstein) möglich. In Vaduz begeisterte uns ein neu angelegter  und sehr ebener Wanderrundweg an einem renaturierten Flusslauf, der mit Hunden zu Fuß, mit Inlinern oder Fahrrad bewältigt werden kann. Eine sehr nette Verkäuferin, ihres Zeichens selbst Hundebesitzerin, hatte uns auf diesen Weg aufmerksam gemacht, als sie unsere Airedales gesehen hat. Dass sie glücklich in Vaduz lebt und die hohe Lebensqualität dort genießt, glaubten wir ihr sofort!

Der Zeitpunkt für unsere Reise lag Mitte/Ende Mai. Zu dieser Zeit kann das Wetter jedoch sehr variieren; waren letztes Jahr um die gleiche Zeit einige Stammgäste aufgrund der anhaltenden ungewöhnlichen Hitze über 30°C abgereist, taten es dieses Jahr einige aufgrund der nahe dem Gefrierpunkt liegenden niedrigen Temperaturen gepaart mit Dauerregen. Wir haben in den zwei Wochen von anfänglichen 32°C mit schwüler Luft und Sonne satt bis hin zu den letzten regnerischen Tagen bei 3°C das volle Spektrum „genießen dürfen“. Entsprechend der Bedeutung, die man selbst dem Wetter zumisst, sollte dies bei den individuellen Planungen berücksichtigt werden. Wenn eine spontane Reisemöglichkeit besteht, würde ich einen kurzen Anruf/Blick auf die Wetterkarte empfehlen, um bei zufrieden stellender Antwort einzutauchen in ein Land voller Freizeitmöglichkeiten mit hohem Erholungswert.

Anja Prehn

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Einrichtung eines neuen Übungsgeländes -
eine Odyssee durch deutsche Gemeinden mit Happy End

Dieser Artikel beschreibt die Suche der Ortsgruppe Lüneburg nach einem neuen Übungsgelände, nachdem ihr nach 30 Jahren die Mitnutzung eines Platzes eines DVG Vereins aufgekündigt wurde und damals knapp 70 Mitglieder mit ihren Hunden „auf der Straße“ zu sitzen drohten. Es wir berichtet, welche Irrungen und Wirrungen man heute in Kauf nehmen, um eine neue Übungsstätte zu finden, wenn doch zur gleichen Zeit die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen nach einer geordneten Ausbildung von Hunden und Hundeführern verlangen. Sankt Florian scheint auch in diesem Fall angesagt zu sein – immer nach der Devise: „Ja, wir brauchen Hundeausbildungsflächen – aber bei uns ist es eher schlecht….“  Zum Glück gibt es aber auch noch andere Politiker und Behördenvertreter. Wie auch durch diese hilfreichen Verantwortlichen die ganze Angelegenheit doch noch zu einem Happy End gekommen ist, lesen Sie im Folgenden.

Die Vorgeschichte

Die Ortsgruppe Lüneburg existiert schon seit 1946 und hat die letzten 30 Jahre als Untermieter einen sehr schönen Platz am Rande der Lüneburger Stadt mitgenutzt. Das Gelände lag einerseits sehr verkehrsgünstig, andererseits am Rande eines landwirtschaftlich genutzten Areals. Auch mit den nächstgelegenen Anliegern gab es keine Probleme. Also beste Verhältnisse. Über viele Jahre war auch das Mietverhältnis mit dem Hauptmieter klaglos verlaufen, wurde es in den Jahren 2001 und 2002 leider aus vielerlei Gründen, die wohl u.a. auch in dem wachsenden Erfolg unserer Ortsgruppe begründet waren, doch schlechter. Jedenfalls war uns Anfang 2003 klar, dass unser im  Februar 2005 auslaufender Mietvertrag wohl nicht verlängert werden würde.

Es stand also die Suche nach einem neuen Übungsgelände an, natürlich auch wieder mit einem „Vereinsheim“, wie wir es ja jetzt auch zur Verfügung hatten. Aufgrund der vielen guten Beziehungen unserer Verantwortlichen zu Behörden und Gemeinden waren wir überzeugt, „problemlos“ in der näheren Umgebung Lüneburgs ein passendes neues – und endlich eigenes – Gelände zu finden.

Die Suche beginnt   

Anfang 2003 begannen wir mit dem Projekt „Suchen und Einrichten eines neuen Übungsplatzes“. Zunächst sah – wie schon erwähnt - alles nach einem „Selbstgänger“ aus, hatte doch die Heimatgemeinde unseres Vorsitzenden schon ein Gelände angeboten, das von unserer Ortsgruppe hergerichtet und betreut werden sollte. Es gab zwar ein paar Randbedingungen der Gemeinde, aber die waren akzeptabel, so dass dann die offiziellen Schritte eingeleitet werden konnten.

Die sind ja in unserem deutschen Gemeinwesen auch eigentlich kein Problem, sind doch “nur noch ein paar Formalitäten“ zu erledigen:

  • die Genehmigung durch den Gemeinderat und den Gesamtgemeinderat
  • die Genehmigung durch das zuständige Bauamt (wir wollten ja ein “Haus“,  gedacht war an einen Wohncontainer, aufstellen)
  • die Genehmigung durch die untere Naturschutzbehörde
  • die Genehmigung durch den Landkreis
  • die Genehmigung durch den zuständigen Jagdpächter

Nach wochenlangen Briefwechseln und Verhandlungen (zum Glück war unser Vorsitzender selbst in einer Behörde tätig, sonst hätte es wohl noch länger gedauert) zeichnete sich dann Mitte 2003 ab, dass es mit dem vermeintlichen “Selbstgänger“ wohl doch nicht so einfach war. Auch die Naturschützer traten auf den Plan und die ganze Angelegenheit fing an, sich in die Länge zu ziehen.

Die Odyssee

Im Juli 2003 haben wir dann enttäuscht entscheiden müssen, dieses Gelände zu vergessen und uns auf die Suche nach einem anderen zu machen. Die Odyssee begann….

Es wurden alle möglichen Aspiranten geprüft, die man sich denken kann:

  • Brachflächen von Gemeinden,
  • Brachflächen der Deutschen Bahn,
  • Flächen in Gewerbegebieten, die man hätte erwerben müssen,
  • ungenutzte Einrichtungen der Bundeswehr,
  • ja, selbst Teilflächen eines Sportflughafens

Viele private und geschäftliche Beziehungen wurden genutzt, Kandidaten für ein Gelände zu finden, mögliche Gelände wurden besichtigt und auf ihre Eignung geprüft, und Kosten für alle mögliche Alternativen kalkuliert.  Viele viel versprechende Möglichkeiten versandeten schon nach den ersten Sondierungsgesprächen. Die Zahl der E-Mails zwischen den Vorstandsmitgliedern zu diesem Themenkreis begann, sich in den dreistelligen Bereich zu bewegen.

Bei der umfangreichen Suche kam dann plötzlich im September 2003 eine neue, viel versprechende Lösung in Sicht:: Die Mitnutzung des Geländes einer stillgelegten Kläranlage, die weitab von jeglicher sonstigen Bebauung lag und von der weit entfernt liegenden Gemeinde nur noch als Bauhof genutzt wurde. Eine zwar nicht ganz optimale Lösung, aber mittlerweile waren wir – auch angesichts des steigenden Zeitdrucks (nur noch ein gutes Jahr Vorlauf) – nicht mehr ganz so wählerisch. Also wurden mit der zuständigen Gemeinde und den zuständigen Behörden (s.o.) die üblichen Sondierungsgespräche geführt.

Auch hier zeichnete sich doch bald wieder das schon bekannte Muster ab: Im Prinzip waren alle einverstanden. Im Gemeinderat selbst war die Nutzung akzeptiert worden und wir machten bereits erste Pläne für die Sicherungsarbeiten auf dem Gelände.

Auch der Pachtvertrag mit der Samtgemeinde war bereits aufgesetzt und stand kurz vor der Unterschrift durch den Samtgemeindebürgermeister.

Nur die zuständige Naturschutzbehörde wollte sich nicht so recht festlegen und dann plötzlich wurde uns im November 2003 mitgeteilt, der zuständige örtliche Jagdpächter hätte eine Nutzung des Geländes für die Hundeausbildung abgelehnt, weil „auf den angrenzenden Nachbarfeldern Kiebitze brüten würden“ (die ja bekanntlich Bodenbrüter und besonders geschützt sind). Ob es dafür wirklich Belege gab, ist bis heute im Dunkeln geblieben, uns wurden nie welche präsentiert. Hinterher haben wir dann erfahren, dass es wohl mehr die rein persönlichen Interessen des Jagdpächters waren, die zur der Ablehnung geführt hatten. Ein schwacher Trost…

Wie auch immer, die Suche war wieder eröffnet und die Zeit wurde immer knapper, man schrieb schon Anfang 2004 und nur noch eine Sommersaison lag vor uns, bevor wir heimatlos werden würden.

Wieder wurden alle möglichen Optionen diskutiert und sondiert, sogar bis hin zur „feindlichen Übernahme“ des Geländes, auf dem wir bisher Untermieter waren. Mittlerweile war für dieses auch unsere offizielle Kündigung eingegangen, so dass es jetzt endgültig ernst wurde.

Die Lösung

Dann kam doch noch der große Glückfall, der uns im Nachhinein sogar überzeugte, dass das Scheitern aller vorhergegangenen Suchen sogar ein Segen war.

Im Februar 2004 begannen wir Verhandlungen mit der Gemeinde Hohnstorf, die über viele Jahre mit der Nachbargemeinde Echem eine gemeinsame Kläranlage betrieben hatten, die aber vor mehr als 20 Jahren stillgelegt und durch eine kleine Pumpstation ersetzt worden war. Das Gelände lag genau zwischen den beiden Gemeinden, am Rande einer Bahnstrecke, umgeben von Feldern und weitab von der nächsten Wohnbebauung. Auch die zuständige Bau- und Naturschutzbehörde erteilte die erforderlichen Genehmigungen.

Der “Deal“: Beiden Gemeinden war das brachliegende und nicht mehr „sehr schön“ anzusehende Gelände schon immer ein Dorn im Auge, man hätte es gern schon lange zurückgebaut, aber das liebe Geld war dafür – bei der Finanzsituation der Gemeinden in diesem Lande nicht überraschend - nicht vorhanden. Es gab immer wichtigere Problemen, die einer Finanzierung bedurften.

Unsere Ortsgruppe erklärte sich also bereit, alle stillgelegten Becken, Pumpen, Silos auf ihre Kosten zu entfernen. Das war für die Anlage unseres Übungsplatzes ohnehin notwendig. Im Gegenzug konnten wir dafür aber ein gemauertes Haus (das ehemalige Pumpen- und Betriebsgebäude) übernehmen, das als Vereinsheim nicht hätte besser passen können. Neudeutsch heißt so etwas ja heute eine „win-win“-Situation.   

Die Verträge wurden zügig und fair ausgehandelt, wobei wir natürlich unsererseits sicherstellen mussten, dass unsere massiven Investitionen auch langfristig gesichert waren. Hier sind wir eigentlich guter Hoffnung, dass wir die großzügig bemessene Pachtzeit bleiben können, denn derzeit gibt es keine Planungen des Landes und der Gemeinden, die das Gelände einbeziehen würden.

Im Juli 2004 begannen dann die eigentlichen Umgestaltungsarbeiten, und es waren gerade noch 8 Monate (inklusive des Winters) Zeit bis zum Auszug von unserem jetzigen Platz.

Zu unserem Glück arbeitet eines unserer Ehrenmitglieder bei einem großen örtlichen Tiefbauunternehmen und dank der tatkräftigen Unterstützung aller Beteiligten konnten die groben Abrissarbeiten – das  Entfernen aller Klärbecken, eines Faulsilos, eines weiteren Betriebsgebäudes – sehr günstig und schnell abgewickelt werden. Auch die Gestaltung des Geländes und die Anfahrt von Mutterboden konnte zeitnah und kostengünstig abgewickelt werden. Im September 2004 waren die alten Einrichtungen der Kläranlage schon Geschichte und der eigentliche Aus- und Umbau konnte beginnen.
 

Dazu haben wir uns zunächst das sehr verwahrloste Gebäude vorgenommen, in dem kein einziges Fenster mehr heil war und dessen Räume alle renovierungsbedürftig waren. Obendrein stand in einem Teil des Gebäudes (quasi in einem offenen Kellerbereich) eine riesige Pumpe, die entfernt werden musste. Danach wurde der Keller mit Sand aufgefüllt und ein durchgehender Raum geschaffen, der jetzt groß genug für alle unsere Versammlungen ist und uns im Winter Wärme und Schutz liefert.

Die Arbeiten gingen so gut voran, dass wir noch am Ende des Sommers den Rasen einsähen konnten, auf dem wir ja ab März 2005 unseren Übungsbetrieb aufnehmen wollten.

Der Winter 2004/2005 wurde für weitere Aufbaumaßnahmen (Zäune für die Trennung von Unterordnung, Agility und Welpentraining, den Innenausbau des Gebäudes und sonstige Installationen genutzt) und am 1. März 2005 war es soweit: wir konnten unseren neuen Platz einweihen, erstmal inoffiziell.

Seitdem sind viele weitere Ausbau- und Verschönerungsmaßnahmen durchgeführt worden. Vor dem Gebäude haben wir einen Unterstand gebaut, von dem aus man das Geschehen auf dem Platz beobachten kann, und der einen guten Schutz vor der Sonne und schlechtem Wetter bietet.

Das Happy End

Anfang März begann dann der zunächst noch leicht eingeschränkte Übungsbetrieb, aber von Woche zu Woche ging es weiter aufwärts.

Und am 4. Juni 2005 war es dann soweit: Mit einem Tag der offenen Tür haben wir – mit Grußworten der Bürgermeister Jens Kaidas der Gemeinden Hohnstorf und Echem Jens Böther – unseren offiziellen Einzug gefeiert. Bei bestem Wetter konnten wir viele Anlieger aus den Gemeinden und Interessenten für eine Mitgliedschaft begrüßen.

Seit dem Beginn des Jahres haben wir nun einen Übungsbetrieb, der sich auf die Sparten Unterordnung mit Vorbereitung auf die entsprechenden Prüfungen, Agility und Welpenschulung verteilt. Vor allem die Welpenabteilung hat uns viele neue Mitglieder gebracht und wir hoffen, dass der Großteil mit seinen Hunden auch weiterhin bei uns üben wird, wenn diese größer sind.

Ein paar Mitglieder haben wir leider eingebüßt, weil der neue Platz doch eine ganze Strecke von Lüneburg entfernt liegt und es sich nicht mehr alle leisten können, die weiteren Wege zu fahren. Dafür haben wir auf der anderen Seite einen ganzen Schwung neuer Mitglieder aus den beiden Gemeinden gewonnen, zwischen denen wir liegen und im Moment sind unsere Kapazitäten für die Aufnahme weiterer aktiver Mitglieder fast erschöpft.

Das Happy End hat letztlich doch stattgefunden und wir sind eigentlich alle froh - trotz aller Nerven, die es vor allem unseren Vorstand gekostet hat -, dass es die anderen Plätze dann doch nicht geworden sind, denn so schön wie unser neuer wären sie alle nicht gewesen.

Es war auch sehr wichtig, dass der Übungsbetrieb in der Aufbauphase auf dem alten Platz reibungslos weiter geführt wurde. Sogar eine Leistungsprüfung wurde noch durchgeführt.

Wir hoffen, anderen Ortsgruppen, die einen Platz suchen, mit diesem Artikel gezeigt zu haben, dass es zwar kein leichtes Unterfangen mehr ist, aber dass mit der nötigen Beharrlichkeit und eben manchmal auch ein wenig Glück eine gute Lösung gefunden werden kann. Für Nachfragen und Tipps stehen wird natürlich gern zur Verfügung.

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Airedale Familientreffen am Stettiner Haff

Ich bin die wilde Lotta, aus dem Zwinger von Erikson und wohne in Ueckermünde, das liegt in Mecklenburg Vorpommern.
Alle meinen ja immer, da ist die Welt zu Ende und nichts mehr los. Aber das stimmt nicht. Zu mindestens einmal im Jahr ist tierisch was los im Jägersteig. Dort wohnen außer 3 Airedale Terrier noch Havaneser „Uschi“und Dackel „Erni“ und viele Hundegäste die in unsere PENSION FÜR FRÖHLICHE SCHNAUZEN kommen.
Und weil mein Frauchen trotzdem noch nicht genug von uns Hunden hat, züchtet sie ein Klitze-Klein-Wenig.
Zuchthündin war bis vor kurzem Enya geborene Conny vom Pleißengrund.
Weil Frauchens Oma Wally zu uns immer sööte Schieter sagt, bekam so der Zwinger seinen Namen.
Sööte Schieter ist Plattdeutsch und heißt Süße Scheißer. Und von diesen süßen Scheißern gibt es inzwischen 12 Prachtexemplare.
Im Jahr 2003 brachte Mama Enya 12 Airedalebabys zur Welt. Aber die Freude war nur kurz, denn plötzlich nach ca 2 Tagen wurden viele krank und verstarben auch kurz darauf. Übrig blieben nur die Aischa, Arabella, Anuschka, Anna, Anton und Atze.
Frauchen war so fertig und heulte nur noch. Sie wollte nie wieder züchten. Als ein Jahr vergangen und der große Kummer fast vergessen war hatte sie doch wieder Lust auf Babys.
Wieder brachte Enya am 15.06.2004 12 Welpen auf die Welt, von denen überlebten nur Baffy, Banja, Bruni und Bella . Frauchen schickte 2 verstorbene Welpen ins Labor, um die Ursache des plötzlichen Welpensterbens zu erfahren. Aber ohne Ergebnis, man konnte dort nichts finden.

Weil aber mein Frauchen oft an ihre aufgezogenen Babys denken muss, hat sie im September 05 bereits zum 2. Mal zur Airedale-Familien- Party eingeladen.
Enya hatte bereits wieder ein fruchtbares Treffen mit Gustav von Erikson. Diesmal wurde sie aber vor und nach dem Deckakt sowie vor und nach der Geburt und auch sofort alle Welpen mit hoch dosiertem Antibiotika behandelt.
Genau an diesem Tag also am 17.09.05 setzten bei Mama Enya die Wehen ein.
Bei herrlichem Sonnenschein durften wir Hunde mit meinem Bruder und stolzer Vater der soeten Schieter „ Eddie von Erikson“ im großen Garten spielen. Selbstverständlich hat jeder viel zu bellen gehabt. Jeder bellte von seinem Zuhause und über seine Zweibeiner. Mir, der Tante Lotta war dies alles zu viel. Ich bin ins Haus gegangen und habe mich aufs Sofa gelegt.
Die Zweibeiner indessen haben sich an den großen Frühstückstisch gesetzt und auch ganz viel erzählt.

Anschließend gab es eine lustige Airedaleolympiade und ein Airedale-Formel-Eins Rennen.
Da haben wir uns aber das Fell über die Ohren gelacht.

Nach der Siegerehrung fuhren wir mit den Blechkisten unserer Zweibeiner ans Stettiner Haff. Und weil der Campingplatzbesitzer selbst einen Airedale Terrier hat, durften wir an seinen Strand.
Habt ihr schon mal einen ganzen Strand voller Airedale Terrier gesehen?
So viele pure Lebensfreude- einfach Wahnsinn!

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Wir durften Bälle raustauchen, buddeln, uns mit Sand panieren, schwimmen. Aber wir haben nicht nur an unseren Spaß gedacht. auch Wir haben genau darauf geachtet uns grundsätzlich nur in der Nähe unserer Menschen kräftig zu schütteln. Die kreischen dann immer so herrlich. Nichts ist so zärtlich, wie ein nasser Hund.

 

 

Und weil ich doch Frauchens Beste bin, habe ich ihr eine besondere Freude gemacht und mir ihr zur Liebe ein Eu de Fischli an den Hals geschmiert. Ein spitzenmäßiger Duft im Auto.
Frauchen hat extra weit das Fenster aufgerissen, wohl um andere Leute auch mal schnuppern zu lassen.
Im Jägersteig wieder angekommen waren wir alle hundemüde..

Angelika die Hebamme blieb die ganze Zeit bei Enya und berichtete nun, dass Gustav von Erikson zum ersten Mal Vater von gleich 12 soete Schieters  wurde.

So feierte wir noch den Geburtstag und waren voller Hoffnung, als wir uns verabschiedeten. Bereits am 2. Lebenstag begann wieder das große Welpensterben. Mein Frauchen war völlig verzweifelt und nur noch am Gräber schaufeln. Wir befürchteten diesmal alle zu verlieren. Doch die kleinen Caroline und Chanel gaben nicht auf und kämpften. Sie wollten Leben und schafften es.

Nun sind sie 4 Monate und schon richtige Aireleins. Chanel lebt inzwischen in Hamburg und Caroline blieb hier und wurde Frauchens Prinzessin. Mama Enya ist mit 5 Jahren in den Vorruhestand gegangen und Carolinchen soll einmal ihre Nachfolgerin sein.

Doch erstmal kümmere ich mich um ihre Erziehung. Von Frauchen hat sie doch nur sinnloses Zeug wie Sitz, Platz, Fuß, Hier und Pfui gelernt, was kein richtiger Hund braucht. Ich, die liebe Tante Lotta bringe ihr die wirklich wichtigen Dinge bei wie: wie hund den Deckel vom Mülleimer bekommt, wie hund aufs Sofa kommt, Uschi und Erni ärgern, Katzen jagen und in Dreckpfützen suhlen usw.
Bis zur Zuchtzulassung muss sie alles begriffen haben, um uns Terrier würdig vertreten zu können.

Hoffen wir, dass sie nicht Träger dieser unbekannten Erreger ist und ihr Immunsystem gelernt hat, alle Feinde abzuwehren. Seit Oktober 2005 lebt nun auch Suska vom Kurpfalzring bei uns eine vierjährige stolze Dame und erfahrene Mutter. Auch in diesem Jahr am ersten Septemberwochenende 2006 gibt es wieder ein Airedale –Familientreffen und vielleicht können wir wieder Geburtstag feiern. Suskas Babypause ist im Mai beendet.

Also bis dahin seit alle tierisch gegrüßt von
Frauchen Birgit, Prinzessin Caroline und Lottchen

Wer von Euch Terrierzüchtern auch bereits so ein dramatisches Zuchtergebnis hatte und inzwischen mehr weiß kann ja mal davon berichten. Wir jedenfalls finden es nicht schlimm, dass nun jeder weiß, was bei den soeten Schieters los ist und freuen uns über Anrufe 039771-53998.

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Yannik und Gandor"Gandor v. Causehof", 9 Monate jung und seine gute Weihnachtstat:

"Am 2.Weihnachtstag, es schneite und dunkelte bereits, war Gandor mit meinem Mann, unserem 8jährigen Sohn Yannik und mir noch auf einem kleinen Spaziergang. Plötzlich tauchen aus dem Dunkeln 4 große Hunde auf ( Rottweiler und Schäferhunde) --, kommen uns ohne Leine und ohne Herrchen entgegen.
Wir bleiben stehen, mein Mann läßt Gandor von der Leine los und beginnt geistesgegenwärtig die Hunde mit Leckerchen zu füttern. Wir kennen die Hunde vom sehen, die gelten als nicht sehr verträglich und zu Beissereien aufgelegt. Eine ungemütliche Situation. Aber was macht Gandor ? Er beginnt mit den Viechern zu spielen, lenkt sie ab, immer wieder. Jetzt sehen wir , was passiert ist. Das Herrchen der Hunde liegt, offenbar gestürzt, halb bewußtlos und gekrümmt seitlich im Graben. Können wir dem Mann helfen, lassen uns die vier an den Mann heran ?? Ich hatte vor kurzem einen 1. Hilfe Kurs gemacht und bleibe deshalb bei dem armen Menschen. Mein Mann läuft zur Straße um Notarzt und Polizei zu verständigen und damit wir im Dunkel gefunden werden. Ich habe ziemlich Schiss vor den Hunden. Zwischendurch kommt der größere immer mal wieder mit seinem Rottweilerkopf nahe an uns ran. Aber Gandor löst die Situation immer wieder mit seinem Spiel auf, so daß sie von uns abgelenkt sind.
Da sitzen wir nun im Finstern, mit 4 fremden Hunden, einem Menschen der wimmert, dem es total schlecht geht und der vielleicht schon eine Stunde so gelegen hat. Ich tippe auf Schlaganfall, die Sprache ist betroffen. Nach endlosem Warten kommen Notarzt , Polizei und mein Mann. Die 4 Hunde sind inzwischen verschwunden. Mein Gandor der "Rettungshund" ist noch bei mir."

Fazit über Gandor: Genetisch okay, Erziehung okay, Welpenschule okay

Anke Chmil

 

Alte Zeitschriften, Bücher, etc. finden Sie in unserem Antiquariat !

Frodo-Spencer vom roten Milan

Mit freundlicher Genehmigung der Wetterauer Zeitung.

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Camping mit Hund in Frankreich
avec deux chiens en France

In welches hundefreundliche und sonnige Land kann der Norddeutsche mit seinem Rudel fliehen, wenn es mal nicht nach Dänemark gehen soll? Recherchen zu Hundeformalitäten im Internet machten uns vor zwei Jahren auf Frankreich aufmerksam. So haben wir die letzten zwei Sommerurlaube bei unseren südwestlichen Nachbarn verbracht und mit dem Wohnwagen die Regionen Picardie, Normandie, Bretagne, Poitou Charentes und Aquitaine bereist. Um es vorweg zu nehmen: Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht, sondern sogar übertroffen!

Die Reisevorbereitungen bezüglich der Hunde sind wenig aufwendig: Sie müssen lediglich gegen Tollwut geimpft sein (mindestens zwei Wochen alt, aber nicht älter als ein Jahr) und den zur Pflicht gewordenen Internationalen Impfpass besitzen. Zusätzlich lohnt es sich, auf den Zecken- und Sandmückenschutz ein paar Gedanken zu verwenden. Das Risiko einer Babesiose, Ehrlichiose (beide durch Zecken übertragen) oder Leishmaniose (Sandmücke) ist schwer einzuschätzen. Allgemeine Aussagen ohne lokalen Bezug (jede zweite Zecke sei infiziert) helfen dem Hundebesitzer nicht wirklich weiter. In Frankreich ergab sich ein informatives Gespräch mit einem Tierarzt, das differenziertere Aussagen zu den o. g. Krankheiten enthielt: Die Sandmücke käme nur im Südosten Frankreichs (Mittelmeerküste) und nicht im Südwesten (Atlantik) vor. Hauptproblem im Südwesten sei die Übertragung der Babesiose. Borreliose sei in den Sommermonaten von untergeordneter Bedeutung, eine Infektion wäre im Frühling und Herbst eher möglich. Mir fiel das äußerst unterschiedliche Vorkommen der Zecken in den Regionen auf: Am Canal du Nord/Somme (Picardie) und am Festland gegenüber der Insel Oleron (Poitou Charentes) traten die Zecken so geballt auf, dass ich einen Zeckenschutz für die Hunde besorgte. Angewendet habe ich ihn allerdings nicht, da wir zwei Tage später an das Becken von Arcachon (Cap Ferret) weiter fuhren und seitdem keine Zecke mehr gesehen haben. Als Konsequenz aus diesen Erfahrungen würde ich auf jeden Fall einen Zeckenschutz für Gebiete mit häufigem Zeckenvorkommen empfehlen.
Unsere Reiseroute führte uns via Duisburg/Venlo bzw. Hengelo/Rheine auf dem Rückweg über die Niederlande und Belgien (Antwerpen) in den Norden Frankreichs. Gleich nach Verlassen der deutschen Straßen beginnt für den Wohnwagenfahrer der Urlaub, da sich das Fahren auf den Autobahnen unserer Nachbarn dank Tempolimit sehr viel stressfreier gestaltet. Ab Belgien dürfen Gespanne 120, in Frankreich sogar 130 km/h fahren, und ein Überholverbot für Wohnwagen ist selten. So macht Reisen Spaß!

Stilecht im französischen Van unterwegs konnten unsere beiden Hunde während der Fahrt den riesigen Kofferraum unter sich aufteilen. Das ermöglicht beim Dösen die Pfötchen auszustrecken, schützt aber leider auch nicht vor Langeweile.

Ein Blick in den Campingführer zeigt, dass die Mehrzahl der französischen Campingplätze Hunde erlaubt. Bei einigen Plätzen gibt es zeitliche (keine Hunde im Juli/August) und zu erfragende rassebedingte Einschränkungen. Die Preisgestaltung variiert. Wir haben für einen Hund zwischen 1,50 und 5,00 € bezahlt, wobei der Preis nichts über die Ausstattung des Campingplatzes (Hundedusche, Hundeausführwiese etc.) aussagt.

Strandbesuche mit Hund bringen in Frankreich Spaß! Im Gegensatz zu den deutschen Stränden sind in Frankreich Hunde an den Stränden erlaubt, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes ausgeschildert ist. Die Verbote betreffen vor allem mondäne (z. B. Trouville/Normandie) und räumlich enge Strandabschnitte (z. B. den schmalen, von Rettungskräften bewachten Strandstreifen am Atlantik). Einige Meter weiter ist meist ein Platz zu finden, an dem auch Hunde erlaubt sind.

Es lohnt sich auf jeden Fall, in einigen Situationen konkret nachzufragen. Am Becken von Arcachon betrifft das allgemeine Hundestrandverbot laut mündlicher Aussagen die Monate Juli/August, und das auch nur außerhalb der frühen und späten Stunden des Tages. Vielleicht bin ich einfach zu deutsch erzogen, denn richtig wohl habe ich mich dort am Strand mit den Hunden nicht gefühlt. Wir sind an die Atlantikküste (Truc Vert/Cap Ferret) weitergezogen. Dort stand zwar auch ein allgemeines Verbotsschild vor dem Dünenübergang zum Strand, dieser durfte aber laut offizieller Angaben trotzdem für Hunde benutzt werden, um an den nicht mehr bewachten und für Hunde erlaubten Abschnitt 300 m weiter zu gelangen. Ein Extra-Schild weist auf das Ende der Reglementierungen hin. „Kompromissstrände“ fanden wir in St. Martin de Brehal (Normandie), wo die Hunde nur bis in die Dünen mit an den Strand durften, und in Cayeux (Picardie), wo Leinenzwang herrschte.

Auch Stadtluft haben unsere Hunde geschnuppert. Leider sind in vielen französischen Städten keine Sand- oder Grasstreifen vorhanden und große Flächen vollständig versiegelt, so dass selbst das kleine Geschäft offensichtlich liegen blieb. Auf unserer Tour hatte Andernos-les-bains am Becken von Arcachon als einzige Stadt sowohl auf dem Campingplatz als auch an der Promenade Hundebeutelspender für die Hinterlassenschaften aufgestellt.

Erwähnenswert ist die Freude der Franzosen, wenn sie große Hunde wie unsere Airedales sehen. Schon nach ein paar Begegnungen hatte unsere fünfjährige Tochter ihre ersten Brocken Französisch gelernt: „Deux chiens!“ - immer wieder freudig aus dem Mund der Franzosen ausgestoßen versicherte es uns, dass beide Hunde noch da waren. Ob an der Ausfallstraße einer Stadt ein Auto einfach anhielt und aus dem Fenster ein überschwänglicher Schwall französischer Worte unsere Hunde überhäufte, junge Frauen vor Begeisterung quietschten und einen Stoff-Terrier aus dem Rucksack holten, um damit unsere Hunde anzubellen (...) oder ein wildfremder Mann uns in der Stadt fragte, ob wir etwas zu trinken für unsere Hunde benötigten und eine Wasserflasche kurzerhand zu einem Trinknapf umschnitzte- die Franzosen zeigten ihre Begeisterung für unsere Airedales offen.

Frankreich ist wirklich ein sehr hundefreundliches Land, das wir gerne wieder mit unserem Rudel bereisen werden. Da die Sommermonate oft sehr heiß werden und die Franzosen im Juli/August selbst Urlaub im eigenen Land machen, fand ich unsere Reisezeit für einen Sommerurlaub sehr angenehm (Juni/Juli mit dem Grundsatz, spätestens am 15.7. das Land verlassen zu haben). Die Temperaturen schwankten zwischen 17°C bis kurzfristig auch einmal 37°C, lagen aber i. a. bei 24°C. Klimadiagramme in guten Reiseführern geben einen guten Überblick und helfen, den geeigneten Zeitrahmen für den Urlaub zu suchen.

Die französischen Landschaften sind derart vielfältig und weisen eine Fülle kulturell und landschaftlich interessanter Punkte auf, dass sich ein jeder selbst einen Überblick verschaffen muss. Aus der Anzahl von Reiseführern möchte ich an dieser Stelle drei hervorheben, die mir besonders gut gefallen haben:

    Baedekers Allianz Reiseführer „Frankreich“. Mit großer Reisekarte. Verlag Karl Baedeker. (sehr ausführlich, u. a. mit Zahlen und Fakten zu Frankreich, kleine Landeskunde, Geschichte, Klima, Kultur und Kunst)

    DuMont Reisetaschenbuch „Französische Atlantikküste. Vendee, Charente, Poitou“. DuMont Buchverlag. (beschreibt vor allem das Gebiet zwischen Loire- und Gironde-Mündung und die vorgelagerten Inseln)

    Kosmos Naturreiseführer Frankreich. Reiseführer und Bestimmungsbuch. Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH & Co. (enthält Informationen, die andere Reiseführer nicht haben)

    Zu guter Letzt: Wenn man in die Regionen Poitou-Charentes und Vendee fährt, darf natürlich ein Buch von Georges Simenon (z. B. „Die Wahrheit über Bebe Donge“) im Reisegepäck nicht fehlen!

Anja Prehn

 

29.04.2005: Quelle Harburger Anzeigen und Nachrichten ( www.han-online.de )

VDH-News - Infektionen durch Hundekot?

Seit einiger Zeit gibt es eine unsachliche und emotional geführte Diskussion über die Auswirkungen von Hundekot für die Gesundheit von Kühen. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. veröffentlicht auf seiner Homepage zu dieser Thematik ein Gutachten führender Parasitologen, um zur Versachlichung der Diskussion beizutragen. Zu lesen unter www.vdh.de

Veröffentlicht auch in “Unser Rassehund”, 11/2004
 

 

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Die Abenteuerrallye durch den Wald auf der Olgahöhe in Mössingen

Eine Hundegeschichte von Carrera von der Weilerburg und den Kindern des Kinderhauses Mössingen

Eines Abends erzählte mir mein Frauchen, dass ich am nächsten Tag mit ihr ins Kinderhaus kommen darf, da sie mit ihren 9 Schulkindern eine große Wanderung zur Olgahöhe in Mössingen unternehmen wollte.
Eigentlich war ich davon wenig begeistert, denn alle Kinder die ich bisher in meinem Hundeleben getroffen habe, wollten mir nur am Schwanz oder an den Ohren ziehen.
Da ich aber mein Frauchen nicht im Stich lassen wollte, fuhr ich am nächsten Tag mit ihr nach Mössingen ins Kinderhaus.
Dort warteten an der Tür schon alle Kinder mit großen Rucksäcken. Mir stieg ein leckerer Duft in die Nase, es roch nach Salami. Ich fragte mich, woher dieser Duft wohl kommen könnte, doch als wohlerzogener Airedale Terrier machte ich mich nicht gleich auf die Suche nach der leckeren Salami. Ich wartete also brav, bis mein Frauchen mich allen Kindern vorgestellt hatte. Sie erzählte den Kindern außerdem, dass ich es nicht so gerne mag, wenn man mich ständig nur an der Leine herumzog und, dass ich auch gern einmal meine eigenen Wege gehe.
Bevor es dann richtig mit wandern losgehen konnte, musste ich noch kurz vor einem Geschäft warten, aus dem noch ganz andere leckere Gerüche kamen. Mein Frauchen brachte eine große Tüte mit duftenden roten Würsten aus dem Laden mit, ich freute mich riesig, dass mein Frauchen auch an meinen großen Hunger dachte und nicht nur die Kinder ein Vesper dabei hatten. Nun ging die Wanderung auf die Olgahöhe los. Wir waren nicht lange gelaufen, als die Kinder an einem Teich schon eine Pause machten. Sie legten ihre Rucksäcke auf den Boden und widmeten sich dem Teich, in dem es nur so von Kaulquappen wimmelte. Ich war davon überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt war um sich die Rucksäcke der Kinder einmal genauer zu beschnüffeln. Aus jedem Rucksack kam ein anderer leckerer Duft. Als ich von einigen Kindern dabei ertappt wurde, wie ich ihre Rucksäcke beschnüffelte legte ich mich ganz brav neben die Taschen und setzte meinen treuen Hundeblick auf, in der Hoffnung, dass mir ein Kind etwas Leckeres aus seinem Rucksack geben würde. Und tatsächlich, mein Blick schien Wunder zu wirken, ein Mädchen teilte mit mir fast das ganze Kuchenstück, das es aus dem Rucksack hervorgezaubert hat.
Nach dieser kleinen Stärkung und einem Rätsel für die Kinder zum Thema Frösche ging unsere Wanderung weiter. Mir gefiel es immer mehr, die Kinder waren sehr freundlich zu mir, sie streichelten mich ganz nett an den Ohren und ließen mich auch immer mal wieder in Ruhe, damit ich überall herumschnüffeln konnte.
Nach einer ganz schön anstrengenden Wanderung kamen wir an einen Ort, an dem es nach Feuer und Wurst roch. Die Kinder liefen auf einmal alle davon und kamen kurze Zeit später mit gaaaaaanz vielen Stöcken wieder. Ich freute mich, dass sie nun endlich mit mir das Stöckchenspiel spielen wollten, doch anstatt mit mir zu spielen legten sie die Stöcke in einen großen Kreis aus Steinen. Also musste ich mir meine Stöckchen im Wald selber suchen.
Als ich mit einem großen Stock zurückkam brannte ein Feuer in dem Kreis und mein Frauchen war dabei mir meine roten Würste einzuschneiden. Ich konnte gar nicht verstehen, warum sie mir die Wurst einschnitt, ich kann die Wurst doch in einem Satz hinunterschlingen.
Ich war etwas entsetzt, als die Kinder plötzlich alle einen Stock mit einer Wust in das Feuer hielten, da wurde mir klar, dass mein Frauchen die Würste nicht für mich sondern für die Kinder mitgebracht hatte. Ich konnte also nur eines tun: mit meinem treuen Hundeblick neben die essenden Kinder hin sitzen und warten, bis etwas für mich abfiel. Natürlich wirkte mein Blick auch dieses Mal, und ich bekam von den Kindern fast eine ganze Wurst mit Brötchen.
Nach diesem leckeren Fressen, machten wir uns in zwei Gruppen auf den Weg zu einer Abenteuerrallye. Ich ging natürlich mit meinem Frauchen und dem Mädchen, dass mit mir all´ das Essen aus dem Rucksack geteilt hatte. Wir mussten auf unserem Weg, quer durch den Wald, so manches Abenteuer bestehen und einige Naturmaterialien sammeln, um später genügend Punkte zu haben um die Rallye zu gewinnen. Natürlich fand ich mit meiner Supernase immer den richtigen Weg.
Als wir uns am Ende des Tages an einem bestimmten Treffpunkt versammelt hatten, um zu erzählen, was wir so alles erlebt haben, war ich schon ein wenig ausgelaugt. Doch die Arbeit hatte sich gelohnt, meine Gruppe hat mit einem Punkt Vorsprung die Abenteuerrallye gewonnen. Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Rückweg.

Am Kinderhaus angekommen, erzählten die Kinder ihren Eltern von einem tollen Tag auf der Olgahöhe.
Mein Frauchen hat mir am nächsten Tag erzählt, dass die Kinder von mir total begeistert waren und schon gefragt haben, wann ich wieder einmal mitkomme.
Mir hat die Wanderung mit den Kindern des Kinderhauses in Mössingen auch sehr gefallen, im Juni darf ich eine ganze Woche mit den Kindern in den Wald. Vielleicht kann ich euch davon auch wieder berichten.

Bellende Grüße von Carrera von der Weilerburg und den Kindern des Kinderhauses Mössingen

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Unsere Airedale-Hündin Ginger

ist nun schon 7 Jahre, und immer hatte ich mal vor, auch im "Terrier" von ihr zu berichten. Denn natürlich sind auch wir überzeugt davon, daß Terrier die besten Hunde überhaupt sind, was für Airedales ganz besonders gilt, und unser eigener Hund ist sowieso der/die Allerbeste.

Also, jetzt nach 7 Jahren, hier ist sie, unsere Ginger:

    

Nein, es handelt sich nicht um Nessie in Schottland (könnte man denken, oder?)! Es ist Ginger!
Na ja, Sie meinen, Sie sehen nicht viel? Ich kann Ihnen versichern, wenn Wasser in der Nähe ist, sieht man nie viel mehr! Langweiliges Agility! Gibt es Tauchweltmeisterschaften für Hunde? Ginger schafft locker eine halbe Minute unter Wasser! Na ja, da gibt es viel zu tun: Steine suchen und rausbringen, Krebse und Fische jagen und so weiter. Würde mich wirklich interessieren, ob andere auch so ein Exemplar haben. Ich habe noch keinen solchen Hund getroffen! Ich habe Gingers Stammbaum eifrig studiert. Es muß irgendwo mal ein Seehund dazwischen gewesen sein! Aber die Züchter (Hopf’s aus Kirchberg / Sachsen) schwören Stein und Bein, daß Ginger ein waschechter Hund ist!
Die waren so unvorsichtig, und haben damals den ganzen Wurf Welpen zum Bach gefahren, um den Hunden den Kontakt mit dem nassen Element zu ermöglichen (von wegen Prägung und so weiter). Bloß haben sie vergessen, den Welpen zu erklären, daß Airedales eigentlich Landtiere sind, keine Wassertiere.
Ungefähr so sehen viele unserer Urlaube und Spaziergänge aus:

    

Meine Kinder und wir vergnügen uns am Ufer (Meer, See, Fluß, ganz egal), und irgendwo da weit draußen, nein, kein Delphin, kein Hai, kein Wels oder Karpfen, nein, bei näherem Hinsehen (Fernglas mitnehmen!) eindeutig ein Airedale. Bei Spaziergängen durch lauschige Täler: alle gehen auf dem Wanderweg, eine geht durch den Bach, und zwar von Anfang bis Ende! Und Schnee ist sowieso super! Winterfreuden im Erzgebirge, Einkehr in ein gemütliches Lokal, 10 Minuten später schwimmt der ganze Boden, weil unser Airedale gerade auftaut!

Ich habe auch die Beschreibungen des Standards der Airedales mehrfach studiert! Nirgendwo im Standard ist angegeben, ob der Hund trocken oder naß sein muß! Ich bewundere ja immer die wunderschönen Fotos von den schön getrimmten und gebürsteten Airedales, alle natürlich trocken. Schön getrimmt ist Ginger auch, sieht man, oder?

    

Mein Hund ist immer naß, und wenn gerade kein sauberes Wasser in der Nähe ist, auch voller Schlamm oder Entengrütze. Besuch im Schrebergarten meiner Schwester, es ist sehr heiß. Wir begrüßen uns gerade, da macht es auch schon "Platsch"! Zwischen den Seerosenblättern des winzig kleinen Gartenteichs sieht man noch den Airedalekopf, direkt neben der umgekippten Plastikente. Urlaub in der Toskana auf einem alten Gut, mein Mann geht um mehrere Ecken zum Pool, Ginger nutzt die erste Gelegenheit, um auszureißen, und ist von meinem Mann nur mit Schreien und viel Armkraft davon abzuhalten, den anderen Gästen im Pool einen Besuch abzustatten. Usw., usw.

Ich habe mittlerweile die ausgefeiltesten Techniken, wie ich im Garten oder Keller aus einem total verdreckten Airedale wieder einen halbwegs wohnungstauglichen Hund mache! Duschen mag sie nämlich komischerweise gar nicht! O.K., auf das Thema Wasserfreudigkeit stößt man ja schon bei der ersten theoretischen Beschäftigung mit der Rasse, aber von Wasserverrücktheit war nirgendwo die Rede. Durch Hundeschule usw. haben wir Ginger ganz gut unter Kontrolle, bis auf eine Ausnahme: wenn sie Wasser riecht, ist alles aus! Mittlerweile versuchen wir gar nicht mehr, sie davon abzuhalten, sowieso zwecklos! Immerhin hat sie so etwa nach 4-5 Jahren wenigstens akzeptiert, daß sie unseren Goldfischen im Vorgartenteich nicht unbedingt Gesellschaft leisten muß, was in den ersten Jahren ihr nicht so recht begreiflich zumachen war.

 Sie merken schon, wie viel Spaß wir mit unserem Hund haben. Aber man muß Wasser mögen, sonst ist es der falsche Hund! Und Angler darf man auch nicht sein – wir haben`s probiert! Man angelt nur Airedales, keine Fische!

Lebe Grüße
Anke Paserat , Dresden

 

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    “Tauziehen” von Ilse Erfurth

    Schnelle Beine, Temp'rament,
    laufen, laufen, ja es brennt,
    uns gewaltig in den Beinen,
    denn dort vorn, da gibt es einen
    ausgefransten, dicken Strick,
    dran zu ziehen ist ein Glück,
    mit Getöse und Gebrumm,
    reissen wir daran herum,
    kämpfen stark und voller Kraft,
    jetzt hab' ich es gleich geschafft,
    aber nein und nein und nein,
    dieser Strick, der ist doch mein!
    Und so geht es hin und her,
    ganz erregt sind beide sehr,
    bis heran kommt Herrchen Klaus,
    sagt: ,,das Spiel für heut ist’s aus".

Sonni und Dana beim Tauziehen

 

    Prüfung in Abteilung ,,C"
    (von Ilse Erfurth)

    Voller Mut mit frohem Sinn, laufen wir zum Sportplatz hin,
    große Meisterschaft ist heute, und es kamen viele Leute,
    unser Stadion ist voll, super prima, ist das toll,
    Herrchen zittern schon die Knie, ich bin lustig wie noch nie,
    was kann denn schon groß passieren, Schutzdienst ist, ich soll revieren,
    wenn Ihr denkt, ich bin so dumm, lauf' um alle Hocken rum?
    Da habt Ihr Euch glatt geirrt, denn ich bin doch nicht verwirrt,
    hab' den ,,Braten" schon gerochen, dort vorn hat er sich verkrochen,
    weil er dort auch immer sitzt, und vor Angst bestimmt schon schwitzt,
    und ich rase ganz schnell hin, ja es stimmt, da steht er drin,
    dicker Arm und Lederhose, in der altbekannten Pose
    und ich mache einen Spaß, pinkle ihn so richtig nass,
    an die Hose, in den Schuh, Helfer, na was sagst Du nu?
    Fassungslos schaut Herrchen 'rüber, na, dann lass' ich das mal lieber.
    Trotzdem: Bellen ist nicht drin, weil ich nicht bei Stimme bin,
    dafür beiß' ich kräftig zu, bring' den Mann aus seiner Ruh',
    bis der ganze Kasten bebt, das hat er noch nie erlebt,
    ich hab' einen Riesenspaß, aber Herrchen ist ganz blass,
    hab' gedacht, er hat Humor, jetzt kommt mir das nicht so vor,
    drum mach ich jetzt brav Programm: Helfer rennt, ich folge dann,
    pack' ihn, hole ihn gleich ein, jetzt wird Herrchen glücklich sein,
    dann halt' ich den Arm ganz fest, ob er mich gewinnen lässt?
    Ich geh' aus dem Arm nicht 'raus, Herrchen brüllt schon dauernd: ,,Aus!"
    Also gut, ich bin nicht so, jetzt ist Herrchen wieder froh,
    doch beim Schlag, da pass' ich auf, Helfer trifft sonst auf mich drauf,
    ich geh von der Seite 'ran, so kriegt er mich nicht, der Mann,
    beim Transport, es tut mir Leid, da verkürze ich die Zeit,
    denn so lang' kann ich nicht warten, Herrchen träumt wohl schon vom Garten,
    dass der ganze Spuk zu Ende, doch jetzt kommt die große Wende,
    ICH entwaffne selbst den Mann, bringe stolz den Softstock an,
    mit dem Stock in meinem Munde, lauf' ich eine Ehrenrunde . . .
    Herrchen, hör', wie alles lacht, hab' ich das nicht gut gemacht?
    Keiner hört mehr auf zu lachen, ich kann alle fröhlich machen,
    Lachen tönt durchs Stadion, so hat jeder Spaß davon.
    Doch ganz plötzlich ist dann Schluss, Herrchen komm, gib mir 'nen Kuss,
    so auf meinen Schlabberbart, und blick an mich nicht so hart,
    denn wir bleiben doch die alten, mach' dir keine Sorgenfalten,
    dazu gibt es keinen Grund, weil wir beide sind gesund,
    und mein Herrchen streicht mir schnell, lieb und freundlich übers Fell,
    hab'n wir auch den letzten Platz, ich bin doch sein bester Schatz,
    nächstes Jahr zur gleichen Zeit, bin ich wieder hier bereit!